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Sie sind der Herr des Verfahrens

Jetzt ist die erste Reha-Woche vorüber. Es ist bis jetzt sehr gut. Ich bin etwas fitter und sogar teilweise schmerzfrei. Alleine das Treppensteigen zeigt schon erste Erfolge. Die neuen Medikamente wirken gut und ich habe kaum Nebenwirkungen. Ich wiege jetzt noch mehr, dass liegt aber an dem Essen, das ist einfach zu gut. Selbst das vegetarische Essen ist Spitze :-).

Vielen Dank für alle Gebete, Anrufe, Briefe, Pakete und die ganze Unterstützung. Das tut so gut.

In der ersten Woche habe ich etwas wichtiges erkannt. Die Zeit in der Reha ist extra für mich gemacht und für niemanden anderes. Ich darf das genießen, ohne schlechtes Gewissen. Es ist auch einfach bitter nötig raus zu kommen und Abstand zu gewinnen, denn am 16.04.2018 geht’s schon wieder weiter mit einem MRT in Tübingen und weiteren Behandlungen. Das alles liegt dann nicht mehr in meiner Hand.

Bei allen Ärzten und Therapeuten gibt es deshalb die geflügelte Redewendung: Wir sind für Sie da und Sie sind der Herr des Verfahrens. Sie entscheiden was Ihnen gut tut. Als wenn der Mensch wüsste was ihm gut tut.

Da ich der Herr des Verfahrens bin, gab es am Sonntag – also gestern – erstmal ein leckeres Eis, denn an Sonntagen ist kein geplante Therapie im Gegensatz zu Karfreitag und Ostermontag. An diesen Tagen finden ganz normal Behandlungen statt. Am Sonntag waren wir bei der feg Bad Rappenau zu Gast. Ja wir, weil sich herausgestellt hat, dass hier zur Zeit noch mehr Christen „stationiert“ sind. Auch cool!

Jetzt geht’s in die Osterwoche und ich möchte die Gelegenheit nutzen, eine gesegnete Voroster- Osterzeit zu wünschen. Also allen eine gesegnete Zeit.

Doch Gott sei Dank! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, gibt er uns DEN SIEG!
1. Korinther 15:57 NBH

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Vielleicht, fragt sie jemand, weshalb ich bei Versbildern immer noch den Vers in Textform mit poste. Ganz einfach weil es:

  1. Menschen gibt, die den Browser so eingestellt haben, dass keine Bilder geladen werden. Die lesen dann den Vers ohne das Bild zu benötigen.
  2. für Linux oder Mac sog. Text-Mode-Browser gibt. Diese funktionieren auf der Kommandozeile. Beispielsweise lynx. Auch diese Nutzer können so den Vers lesen.

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Das hier jeder der Angestellten für einen da ist, merkt man schnell und man kann auch direkt Einfluss auf die eigene Therapie nehmen. Ich habe ja zusätzlich noch eine Lähmung auf rechten Seite mit eingeschränkter Feinmotorik in der Hand. Um die Beweglichkeit zu fördern werde ich jetzt therapeutisch Häkeln. 🙂 Ja genau, das fördert die Feinmotorik. Zusätzlich zu anderen Greif- und Tastübungen. Man merkt also, hier wird der ganze Marcus angepackt und umgedreht. Zusätzlich zum körperlichen und kulinarischen Wohl gehört auch das Seelische. Dafür gibt’s Gesprächsgruppe und Einzeltherapien mit Psychologen und Seelsorgern. Das tut gut.

vier Germknödel

Heute (gestern) endet der 3. Behandlungstag der Reha. Und ich darf wieder Danke sagen. Danke für die Gebete und jedes Mutmachende Wort. Danke aber auch für jedes Gespräch und die Postkarte 🙂 . Das hat mich sehr gefreut.

Eher weichen die Berge von ihrem Platz und die Hügel stürzen um, / als dass meine Gnade von dir weicht und mein Friedensbund wankt, / spricht Jahwe, dein Erbarmer.“
Jesaja 54:10 NBH

Am Sonntag war ich das erste Mal in örtlichen Gottesdienst der feg Bad Rappenau. Eine kleine Gemeinde mit geschätzt 50 Geschwistern und ein paar Rehagästen. Die Leute waren sehr nett und die Predigt war gut. Am Donnerstag gehe ich da zum Bibelgespräch.

Das Essen hier ist sehr gut, denn man hat zum Mittag die Wahl aus drei Menüs. Aufgrund des Nationalgerichtes ib Baden-Württemberg hatte ich am Montag nur die Wahl zwischen zwei Gerichten, denn es gab Linsen mit Spätzle. Das schmeckt mir nicht, dass weiß jeder der mich kennt. Es gab aber Germknödel (ich kenne das unter Hefeklöse) und noch irgendetwas. Jedenfalls habe ich zu den Mitarbeitern an der Essensausgabe einen sehr guten Draht. Zitat der Mitarbeiterin: „Ich sehe Ihnen doch an, dass Sie zwei mehr vertagen, als normal.“ Es gibt im Leben gewisse Freundschaften die ziemlich nützlich sind. Freunde an der Essensausgabe gehören ab jetzt definitiv dazu.

Die ersten drei Tage waren von Sport und Krankengymnastik geprägt. Zum Glück ist der Muskelkater weg und ich kann mich wieder normal bewegen. Ich war zum ersten Mal walken (ohne Stöcke). Puh, das ist nicht ohne. Der Trainer wartet nicht. Ich war auch schon ein paar mal im Fitnessstudio. Langsam macht das sogar ein bisschen Spass. Ich habe gelernt, das Fahrrad jetzt Fahhradergometer heisst und man da fahren kann bis man schwarz wird, wenn es um Kalorienverbrauch geht. Aber man schwitzt ganz schön auf dem Teil. Morgen geht’s dann zum Bewegungsbad und zur progressiven Muskelentspannung. Hoffentlich vergesse ich den Termin vom Gedächtnistraining nicht ;-). Dann gibt’s noch einige Gesprächsgruppen und andere Kurse.

Was die Rückenschmerzen angeht, habe ich jetzt ein Mix aus neuen Medikamenten, Rückengymnastik und TENS-Reizstrom. Das klingt für mich gut.