Heute ist Backtag, obwohl das Backen nur einen ganz kleinen Teil des Tages ausmacht. Um es genau zu sagen sind es beim Brot zwischen 50 Minuten und einer Stunde und 10 Minuten, der Rest ist wiegen, mischen und warten.
Ich möchte diesen ersten neuen Blogeintrag mal dazu nutzen unser eigenes Brotrezept mal vorzustellen. Die Monbachtaler Männerkruste.
Wie kam es dazu?
Wie waren auf einer Wochenendfreizeit 2023 im Monbachtal im Schwarzwald und haben dort einen Brotbackkurs mitgemacht. Dabei haben wir allerlei über Mehl, Hefe, Sauerteig, Wasser, Wassertemperatur, Garstufen, Krusten und so gelernt. Wir das sind 16 oder 18 Männer gewesen und mein Papa und ich.
Am Samstag des Wochenendes durften die Teams dann ein eigenes Rezept unter Anleitung eines Fachmanns entwerfen und natürlich direkt zubereiten. Da entstand die Monbachtaler Männerkruste.
Doch es wurden nicht nur Brote gebacken, es gab auch was für die Seele und den Geist. Wir haben gute Impulse und Gedanken aus dem Wort Gottes gehört.
Ich möchte mich an der Stelle Mal meine persönlichen Gedanken zum Bäckervers schlechthin schreiben.
Ich bin das Brot des Lebens. Johannesevangelium Kapitel 6 Vers 48
Wenn ich an Brot denke, sehe ich darin etwas, das mich stärkt und nährt. Es enthält alles, was mein Körper braucht, um durch den Tag zu kommen. Doch ich merke: Mein Herz braucht mehr als Nährstoffe – es braucht Leben, das bleibt. In Jesus finde ich dieses wahre Brot. Er sättigt meine Seele, wenn ich leer bin, und schenkt mir Kraft, wenn ich schwach werde. Sein Wort ist wie tägliche Nahrung für meinen Glauben. Wenn ich aus seiner Hand nehme, werde ich wirklich satt – tief im Innersten, jetzt und für die Ewigkeit.
Das Rezept
- 800 g Weizenmehl Type 1050
- 200 g Roggenmehl Type 1150
- 540 g Wasser (~30° Celsius)
- 20 g Salz
- 10 g frische Hefe
- 200 g Sonnenblumenkerne
- 4,6 g Röstmalz
- 20 g Sesam
- 10 g Leinsamen
- 20 g Anstellgut (Roggen)
Das Quellstück für die Sonnenblumenkerne
Das Quellstück wird abends angesetzt und kann über Nacht das Wasser aufnehmen. Die Sonnenblumenkerne aus dem Rezept in das Wasser einrühren und die Prise Salz dazu geben und abgedeckt
über Nacht quellen lassen.
- 200 g Sonnenblumenkerne
- 100 g Wasser
- 1 Prise Salz
Der Sauerteig
Das Roggenmehl aus dem Rezept mit dem Wasser und dem Anstellgut mischen und abgedeckt über Nacht gehen lassen.
- 200 g Roggenmehl Type 1150
- 160 g Wasser
- 20 g Anstellgut
Das Brot
Die gewünschte Mehlmischung mit dem Salz, den gequollenen Sonnenblumenkernen und dem Röstmalz mischen. Etwas Wasser abnehmen und die Hefe darin auflösen. Den Sauerteig dazugeben und alles kneten. Dabei das Wasser vorsichtig dazugeben und solange kneten, bis das Wasser vom Mehl aufgenommen wurde. Wenn der Teig die Fensterprobe besteht, dann rund wirken und ins gemehlte Gärkörbchen legen. Abschließend die Oberfläche anfeuchten und die Körnermischung aus Sesam und Leinsamen drüber streuen.
Das Backen
Den Ofen auf 250° Celsius vorheizen. Hier können Pizzasteine oder ein Backstahl verwendet werden. Dadurch erhöht sich unter Umständen die Zeit zum Vorheizen. Wenn es möglich ist, mit Dampf backen. Dafür dann die Dampffunktion des Backofens nutzen oder eine feuerfeste Schale mit auf dem Boden erhitzen. Den Dampf erzeugt man mit kochendem Wasser, welches in die Schalte gegossen wird.
- Das Brot mit der Körnerseite nach oben einschießen und den Dampf zugeben.
- Nach 5 Minuten, die Temperatur herunterdrehen auf 200° Celsius, Dampf abschalten und entweichen lassen, sowie die Schale rausnehmen (Achtung unter Umständen ist die heiß)
- weitere 45 Minuten backen lassen Rausnehmen, Klopftest machen und dann vollständig abkühlen lassen
Rausnehmen, Klopftest machen und dann vollständig abkühlen lassen.