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Das ist ein Wunder

…Keine, keine, unauffällig, keine pathologische Vergrößerung, unauffällige Darstellung, keine freie Luft oder Flüssigkeit, keine erneute Aktivität, keine Manifestation,…

Jetzt habe ich das erste Untersuchungsergebnis vom 09.06.2022 und möchte hier nur kurz informieren. Die obige Aufzählung ist eine kleine Auswahl von dem was nicht da ist. Da ist nämlich aktuell nichts neues zu finden und das Bekannte hat sich erwartungsgemäß entwickelt. Der Bericht des MRT sagt im übertragenen Sinne es ist alles ruhig.

Vielen Dank für eure Gebete und eure Nachrichten. Danke auch für eure Unterstützung und jedes mutmachende Wort.

Preist Jahwe! Denn er ist gut / und seine Gnade hört niemals auf.

1. Chronik 16:34 NBH

Ich bin so froh über diesen Befund, dass ich direkt beim Einkaufen gleich Mal einen Cheeseburger und einen Hamburger gegessen habe. Essen aus purer Freude. Gott hat mich bis hierher so gut getragen. Das mit dem Krebs ist echt nicht schön, nein im Gegenteil eher sch… ist es, aber Gott hat einen Plan und der ist wunderbar. Ich kenne ihn zwar nicht, aber aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich (diesmal), dass es immer gut wird, wenn ich Gott machen lasse.

Der Tag war sehr gut

Vielen Dank für eure Unterstützung, im Gebet und das an uns denken oder auch das Chatten während meiner Untersuchungen gestern. Ich möchte euch nun kurz berichten, wie es gestern so lief.

Jahwe selbst wird vor dir herziehen. Er wird mit dir sein, er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht. Fürchte dich nicht und hab keine Angst.

5. Mose 31:8 NBH

Ja, Gott ist vorausgegangen. Es war wunderbar zu sehen, wie alles passt. Ich bin früher als sonst ins Taxi gestiegen um die Fahrt nach Tübingen zu machen, denn früher zu starten bringt bei mehreren Untersuchungen ein früheres Ende. Diesmal durfte ich endlich mal wieder in ein Bett der Tagesklinik.

Die Knochenmarkpunktion kam für mich viel zu früh und völlig unerwartet. Ich hatte es mir nach der Blutentnahme gerade bequem gemacht, und auf das Frühstück gewartet, da ging’s dann auch schon los. Die diensthabende Ärztin kam rein und sagte mir, da sie ja früher als erwartet da sind fangen wir direkt an. Das schmerzhafteste war die örtliche Betäubung, aber die Schmerzen konnte ich auch gut wegatmen und nach 15-20 Minuten war die Entnahme erledigt. Ich hoffe jetzt, dass diese Probe direkt verwehrtbar ist und ich nicht wie bei den letzten Entnahmen nochmals ran muss.

Dann gab’s endlich Kaffee und Brötchen, Butterbrezel und Obst und ich musste auf dem Sandsack liegen, damit die Wunde nicht nachblutet. Habt ihr schon mal versucht im liegen zu essen. Das macht keinen großen Spaß, aber ich hatte echt Hunger.

Anschließend ging es auch schon direkt weiter zum MRT. Meine schlimmste Untersuchung stand mir bevor, aber ich habe einfach gefragt, ob es nicht sowas wie ein Radio gibt. Und es gibt Radio, alles andere hätte mich auch sehr gewundert, schließlich heißt die Station ja auch Radiologie 😉 . Da ich kurz vorher noch Infusionen bekommen habe, die ziemlich müde machen, konnte ich von den 45-50 Minuten gute 20 Minuten vor mich hin dösen. Damit war das auch erledigt.

Zurück auf der Tagesklinik wird die Antikörpertherapie endlich angehängt und ich habe Zeit zum Ausruhen und zum Reden, mit dem Mann im Nachbarbett, gehabt. Zum Glück für mich hat der Service, der das Essen verteilt noch die einiges von der letzten Runde im Kühlschrank gelassen, so konnten wir auch noch was essen. Wir durften uns über unsere Erkrankungen austauschen und gegenseitig ermutigen. Das tat gut. Ich durfte seine ganz konkreten Fragen nach meiner Hoffnung auf die Ewigkeit bei dem Herrn Jesus ganz frei beantworten. Es war für mich also ein sehr guter Tag. Anstrengend, aber gut. Danke Herr Jesus.

Mein größter Feind

Nun sagte Jahwe zu Josua: „Hab keine Angst und sei nicht niedergeschlagen! Nimm das ganze Heer mit und zieh nach Ai hinauf. Ich habe den König von Ai, sein Volk, seine Stadt und sein Gebiet in deine Hand gegeben.

Josua 8:1 NBH

Es ist Mal wieder an Zeit zu berichten, wie es mir und uns so geht. Ich habe allen Grund zu danken. Ich lebe! Ich habe seit meinem letzten Beitrag von zwei Menschen erfahren, die an Krebs erkrankt waren und nun bereits gestorben sind. Machen mir solche Infos Angst? Nein, denn ich weiß, mein Krebs ist zur Zeit noch nicht heilbar. Ich genieße jeden Tag.

Danke für alle Gebete und jede Unterstützung, jedes mutmachende Wort und jedes Lied oder jeder Bibelvers der mir geschickt worden ist. Gott tut großes durch das Gebet.

Am 25.06.2022 jährt sich meine aktuelle Krebserkrankung zum 2. Mal. Ich hatte damals geschrieben , dass ich mich freue, wenn ich nicht mehr so oft nach Tübingen müsste. Daraus wurde ja bekanntermaßen nichts. Ich fahre zur Zeit einmal im Monat nach Tübingen. Ein Chemotherapie-Zyklus dauert 28 Tage, am 26. oder 27. Tag beginnt dann meine Vorbereitung, unter anderem mit dem Ermitteln meines Gewichts. Nach dem Körpergewicht wird die Höhe der Dosierung und Geschwindigkeit der Infusion der Antikörpertherapie angepasst.

Die gesamte Therapie dauert noch bis zum 23.05.2024. Irgendwie ist aber kein Ende in Sicht. Das ist sehr nervig und anstrengend. Halbzeit ist erst am 25.11.2022.

Josua hat in der Bibel von Gott eine Zusage bekommen, gegen Ai in den Krieg zu ziehen, weil Gott ihm besteht und Ai, sein Volk und sein Land in die Hand Josua gegeben hat.

Ich habe keine so klare Zusage von Gott bekommen, gegen meinen derzeit größten Feind -das Multiple Myelom- zu kämpfen, aber ich habe eine viel größere Zusage von Jesus Christus in der Bibel erhalten. Jesus sagte seinen Jüngern im Matthäusevangelium im 28. Kapitel: „Siehe ich bin bei euch bis zum Ende der Tage.“ Das ist eine coole Zusage die ich für mich so annehme.

Auch wenn altes und neues Testament hier nicht verglichen werden können, viel mir diese Aussage im Josuabuch direkt auf und ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Egal welcher Feind noch kommt. Ich werde weiter kämpfen. Ich werde alles tun, was die Ärzte mir auferlegen, auch wenn es mir im schlimmsten Fall den Appetit kostet oder die Haare wieder ausfallen. Ich gebe nicht auf. Es geht weiter mit Gottes Hilfe und der Intelligenz der Ärzte. Gott hat einen Plan.

Am Donnerstag den 09.06.2022 ist es soweit. Ich darf wieder nach Tübingen. Dieses Mal ist es eine große Untersuchung mit einem Ganzkörper-MRT und einer Knochenmarkpunktion. Yeah! Ich freue mich riesig darauf. Endlich bohrt mit Mal wieder ein Arzt in den Beckenkamm und holt hoffentlich gutes und verwehrtbares Material raus. Spaß beiseite, eine Knochenmarkpunktion ist definitiv nicht vergnügungssteuerpflichtig. Sie ist in der Regel wenig schmerzhaft aber ziemlich nervig.

Je nachdem was beim MRT und der Knochenmarkpunktion raus kommt, wird die Behandlung natürlich angepasst oder so gelassen. Ich hoffe auf zweiteres.

Mir geht’s gerade körperlich gut. Ich bin schmerzfrei aber immer noch ziemlich schnell müde. Ich nehme extrem viele Medikamente und das schlaucht schon, aber wenns sein muss, dann nehme ich die Mittel.

Ich bin jetzt seit gut zwei Jahren in der Chemotherapie und bis jetzt habe ich nur festgestellt, dass ich deutlich schlechter sehe. Das ist aber die einzige wirkliche Veränderung, die ich seit dem Beginn festgestellt habe. Ich habe keine Angst vor dem Termin am Donnerstag. Ich weiß Gott hat alles in seiner Hand und aktuell geht’s mir eben gut. Ich habe keine typischen Anzeichen für Krebs. Kein Gewichtsverlust, keine Schmerzen oder sonstige Erscheinungen. Aus diesem Grund bin ich einfach nur dankbar.