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Zielgerade – das Ende ist in Sicht

Heute beginnt der dritte und letzte Zyklus der Induktionstherapie. In sechs Wochen also ziemlich genau zwischen Weihnachten und Neujahr bin ich mit der Behandlung durch.

Vielen Dank für alle Gebete, Unterstützung und vorallem auch die quadratische Nervennahrung. Danke dafür. Es ist einfach so umwerfend, die Liebe und Fürsorge einer ganzen Gemeinde, der Freunde und Verwandten zu spüren.

Körperlich und seelisch geht es mir zur Zeit gut. Ich habe wieder mehr Schmerzen an beiden Füßen und nehme daher regelmäßig Schmerzmittel. Ich habe jetzt nicht mehr die Kraft alles zu schaffen, was früher so ging.

Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, die Bienen 🐝🐝🐝 abzugeben und ein paar Jahre Pause zu machen. Die Tiere müssen versorgt werden, damit es ihnen gut geht und wir dem Honig essen können. Wenn das nicht mehr geht, leiden die Tiere und sterben dann. Da haben wir weder Honig noch Bienen. Irgendwann fange ich damit sicherlich wieder an. Jetzt ist erstmal Schluss damit.

Mir ist letzte Woche auch aufgefallen, Chemo nervt ganz schön, obwohl es mir ja relativ gut geht. Aber es könnte ruhig vorbei sein und die Hochdosischemotherapie ebenso. Aber es wird, da muss ich jetzt einfach durch. Es hilft ja nichts

Die grobe Planung für das erste Quartal 2021 steht auch schon mal. Ob das letztendlich so bleibt, weiß ich erst am 18.01.2021. Hier einmal die Details als Gebetsanliegen. Am 18.01.2021 geht es los mit einer Reihe von Voruntersuchungen. Vom 19.01.2021 bis 22.01.2021 findet dann die Stammzellmobilisation statt. Das wird gemacht, damit ich am 01.02.2021 mein eigener Stammzellspender sein kann. Nachteil, bei der Therapie gibt’s garantiert eine Glatze, also mehr noch als eh schon. So richtig eben. Deshalb lasse ich jetzt bis zu dem Termin den Bart stehen, es soll sich ja auch lohnen. Ab dem 15.02.2021 bin ich dann in Tübingen zur Hochdosischemotherapie. Wie das alles genau abläuft? Keine Ahnung.

Aber Gott hat alles in der Hand. Das beruhigt mich.

Wie zahlreich sind deine Werke, Jahwe! / Du hast sie alle mit Weisheit gemacht. / Von deinen Geschöpfen ist die Erde erfüllt.

Psalmen 104:24 NBH

Danke Christian für das Bild.

Gott hält die Ärzte und Wissenschaftler in seiner Hand. Und ER führt sie bei ihren Behandlungen und den Forschungen.

Ich war heute in Tübingen. Die Dosis meiner Chemotherapie wurde nochmals nach unten korrigiert. Die Ärzte möchte mit diesem Schritt mögliche Nervenschäden ausschließen. Für den Erfolg der Behandlung hat diese Senkung der Dosis keinen großen Einfluss es geht halt alles langsamer. Das wird sicherlich auch mit der kleinstmöglichen Dosis erfolgreich sein, zumal zwei Drittel der Behandlung vorüber sind, sagt mein behandelnder Arzt. Ich vertraue ihm da.

Für mich bedeutet diese Reduzierung hoffentlich weniger Schmerzen und weniger kribbeln in den Füßen. Das wird sich alles in den nächsten zwei oder drei Tagen zeigen. Das Ende rückt näher und ich weiß, dass wird ein Erfolg, so dass der Fortsetzung im Januar und Februar nichts im Wege steht. Jetzt kann ich die letzten Spritzen abzählen und dann ist es rum.

Das war Mal das Neuste von mir. Etwas kürzer als sonst. Ich wünsche eine gesegnete Vorweihnachtszeit.

Advent Advent ein Lichtlein brennt

Advent bedeutet Ankunft. Die Adventszeit und Weihnachtszeit ist für mich die Zeit um mich auf das Kommen meines Herrn Jesus vorzubereiten und mich darauf neu zu freuen.

Ihr werdet ihn daran erkennen, dass ihr ein Kind findet, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.

Ihr werdet ihn daran erkennen, dass ihr ein Kind findet, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.“ Lukas 2:12 NBH

Auch in der Adventszeit muss ich mich untersuchen lassen und heute erwarte ich die Ankunft meiner Untersuchungen und bin gespannt was es für Ergebnisse gibt.

An dieser Stelle, sage ich: Danke. Danke für alle Gebete, jedes mutmachende Wort und jeden Trost.

Die Vorstellungen in meinem Kopf sind -wie jedesmal eigentlich- von „wir können nichts mehr finden“ bis hin zu „Herr Radisch bleiben sie Mal gleich sitzen, Sie werden abgeholt.“ Die Frage ob ich Angst habe, stelle ich mir auch ab und zu, da ich aber Angst anders empfinde als das was ich jetzt spüre, gehe ich nicht davon aus, dass ich keine Angst habe, bis jetzt. Ja, auch die Gläubigen haben Angst, nur haben die eine Hoffnung die trägt und jede Angst besiegen kann.

Ich habe euch das gesagt, damit ihr in meinem Frieden geborgen seid. In der Welt wird man Druck auf euch ausüben. Aber verliert nicht den Mut! Ich habe die Welt besiegt!

Ich habe euch das gesagt, damit ihr in meinem Frieden geborgen seid. In der Welt wird man Druck auf euch ausüben. Aber verliert nicht den Mut! Ich habe die Welt besiegt!“
Johannes 16:33 NBH

Jetzt ist es ganz anders. Ich weiß, ich bin getragen und ich weiß Gott macht keine Fehler. Das Gefühl geht zur Zeit in die Richtung, was bringt die Zukunft hier auf der Welt. Angst um mich selbst spüre ich gar nicht, da ich mir sicher bin, dass ich immer und auch schlimmsten aller Fälle in Gott geborgen bin. Mein Heiland trägt mich. Das klingt jetzt leicht geschrieben und theoretisch, aber es geht mir auch sehr gut, zur Zeit.
Mit diesem Wissen hat mir das Mittagessen in der Mensa in der Uni auch wieder sehr gut geschmeckt, denn es gab Wildschweingulasch mit Haselnussspätzle und Kürbischutney, dazu Salat und als Nachtisch Cappuccinomouse. Das war alles übelst lecker. 😋😋😋

In wenigen Minuten geht’s los, dann liege ich erstmal 45-60 Minuten. Ein absoluter Spass für mich. Ich und still liegen.

Im Wartebereich zum MRT bin ich wieder neu dankbar geworden. Einen Gesundheitszustand wie meinen eigenen haben, mit dem ich vollkommen zufrieden sein darf ist nicht selbstverständlich. Ich hatte zweieinhalb Stunden Verspätung und vor mir waren Notfälle und Narkosepatienten. Unter anderem war da ein kleiner Junge, der vielleicht 6 Wochen alt war und an Schläuchen zum MRT gefahren wurde. Da wurde ich neu dankbar für alles. Ich wusste nur es war ein Junge, weil die Schwestern ihn nach dem CT oder MRT den kleinen starken genannt haben. Ich habe ihn auch nur mit seiner Mama gesehen, die ihn in mehreren Decken gewickelt in die kalten Räume getragen hat. Da hält Gott ganz besonders seine schützende Hans drüber. Lasst die Kinder zu mir kommen…

Nach einem MRT von einer Stunde war ich dann fertig und durfte zum Schluss gleich noch zum Singen im Krankenhaus gehen. Da hat sich das Warten noch extra gelohnt. Lieder aus dem evangelischen Gesangbuch und aus Singen und Loben. Einfach reinkommen und mitsingen. Ganz bekannte Lieder. Die Krankenhausseelsorge macht eine sehr wichtige Arbeit.

Ich wünsche allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Seine Hand

Heute war es wieder Mal soweit. Als erstes möchte ich mich bei euch bedanken für alle Gebete und alles Mutmachen und jedes tröstende Wort.
Ich war in Tübingen und habe mir die Ergebnisse meiner letzten Untersuchung abgeholt.

Denn die Wege des Menschen hat Jahwe im Blick, / auf seine Pfade gibt er acht.
Sprüche 5:21 NBH

Die letzten Ergebnisse haben sich nochmals verbessert und es besteht derzeit keine Sorge zur Beunruhigung. Das MRT zeigt, dass sich der Tumor verkleinert und das Labor bestätigt diese positive Veränderung. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit den Befunden und der Entwicklung.l Dieser Befund ist ein echtes Geschenk und nicht selbstverständlich. Ich bin froh.

Zusätzlich habe ich ja noch recht starke Schmerzen und nehme dagegen zur Zeit Schmerzmittel. Um dieses Problem anzugehen, war ich vergangene Woche bei einer Schmerztherapeutin. Sie hat den Schmerz ganz genau lokalisiert und sie hat mir erstmal drei kleine Spritzen gegeben um die betroffenen Stellen zu entspannen. Jetzt bekomme ich manuelle Therapie und Wärmebehandlung um die Muskelpartien zu entspannen.

Zurückblickend betrachtet hat Gott hier seine Hand über mir gehalten und mich bis jetzt durch diese schwere Zeit getragen. Aus diesem Grund ist oben auch der Vers und das Bild von dem Weg in Richtung des Parkhauses der medizinischen Klinik. Den Weg habe ich im vergangenen Jahr einige Male gekreuzt.

Zum Abschluss dieses Beitrages möchte ich noch von einer lustigen Episode meiner heutigen Reise nach Tübingen berichten. Also es war einmal der Marcus am ersten Streiktag in Esslingen:

Heute vom Gleis in Esslingen nach Tübingen zur Arztbesprechung…
Ich hatte gerade eine krasse Erfahrung. Jeder Zug hat eigene Lautsprecher und der Fahrer sagt er Fährt Richtung Kirchheim obwohl der Streik läuft, ein Streikbrecher…. Am Gleislautsprecher kam Durchsage das nichts mehr fährt, dennoch sagt der Fahrer er fährt, ihm ist der Streik egal. Die Ansage des Fahrers kam mindestens 5 oder 6 Mal. Die Menschen am Gleis sind trotzdem einfach stehen geblieben und nicht in den Zug eingestiegen. Er fuhr fast leer los. Danach kam die Durchsage es die nächste S-Bahn in diese Richtung fällt aus. Ein Raunen und Motzen ging durch die Reihen. Das war lustig 🙂

Die Aufrufe zum Einsteigen werden irgendwann ausbleiben und dann fährt der Zug ab, egal ob man drin sitzt oder nicht.
Es ist wie mit im richtigen Leben und im Glauben. Jesus ruft heute zu ihm zu kommen und sich mitnehmen zu lassen. Doch die Leute wollen es nicht hören und nicht umkehren. Aber irgendwann ist es zu spät und es gibt keinen Zug mehr. Das Kommen des Herrn Jesus Christus feiern wir Christen an Ostern.
Das musst du dir Mal überlegen, Gott kommt zu uns und keinen hat’s damals vor 2000 interessiert, es war ein Raum da, aber den musste ER sich mit stinkenden Tieren teilen. Herzlich willkommen, es weihnachtet.

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