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Halbzeit

Am 02.11.2020 habe ich die erste Halbzeit der ersten Phase beendet. Ab jetzt geht die Behandlung dem Ende entgegen. Die Induktionstherapie ist dann am 24.12.2020 beendet.

Vielen Dank für alle Gebete, jedes kleine und große Geschenk, jeden Chat, jede Nachricht, jede E-Mail und jedes Telefonat.

Betet bitte weiter um Weisheit für die Ärzte, denn auch sie sind Menschen und brauchen Gottes Liebe und SEINE Weisheit. Ich bin bis jetzt sehr dankbar für alle Ärzte die mich behandelt haben.

Das letzte CT, ist unauffällig. Es sind keine neuen Stellen bei dem CT sichtbar. Das ist ein Grund zur Dankbarkeit für mich. Ich bin sooooo froh. Ich werde jetzt versuchen Physiotherapie zu bekommen um Muskelverspannung zu beheben. Zusätzlich werde ich wohl mehr spazieren gehen um mehr Bewegung zu bekommen. Thermenbesuche sind leider immer noch nicht möglich. Also muss ich weiter Geduld haben.

Denn Jesus Christus ist immer derselbe – gestern, heute und in alle Ewigkeit.

Hebräer 13:8 NBH

Danke Christian für das Foto.

Bei jeder Veränderung, egal ob in die negative Richtung oder in die positive Richtung, kann ich mir das neu bewusst machen. Egal wie es mir geht, ob es mir gut oder schlecht geht, Jesus ist derselbe. ER ist konstant. Er ist die einzigen Konstante.

Das ist jetzt leicht geschrieben, in der Zeit wo es mir und uns gut. Deshalb schreibe ich es auch gerade jetzt. Um es mir in den Kopf fest zu implementieren. Auswendig lernen in guten Zeiten um es in schweren abrufen zu können. Ihr dürft uns gerne mit diesem Beitrag daran erinnern.

Ich habe das Bild für den Vers ganz bewusst rausgesucht. Jesus war da, als die Bäume ausschlugen und ist da wenn die Blätter fallen und das Laub verrottet. Jesus war 2017 da, als bei mir das stationäre Plasmozytom entdeckt wurde.

Unten im Bild ist ein lebendiges grün und oben kahles grau mit nur leichten grünen Ansätzen von Leben zu sehen. (Ist mir bis heute unklar, warum ich in Bildbeschreibung immer nur eine vier bekommen habe.)

Heute war ich wieder zu einer Untersuchung und zu einer Spritze in Tübingen. Die Ärzte dort wollen mich am Tag eins und am Tag 22 des Zyklus‘ gerne sehen. Leider ist die Kantine immer noch für Besucher geschlossen. Blödes Corona! Das Blutbild und die anderen Werte sind super und ich soll die Behandlung in Stuttgart weiterführen und die Nebenwirkungen beobachten. Mein Arzt kann die Dosis auch noch ein einziges Mal reduzieren, wenn die Nebenwirkungen zu krass werden, ohne das die Effizienz leidet. Danach muss man andere Wege beschreiten, wie längere Spritzenpausen. Wir reden nicht über einen Abbruch und über eine andere Chemo, denn das wäre das letzte Mittel.

Es geht mir gut und ich gehe jetzt in die zweite Phase des 2 Zyklus. Das sind jetzt 14 Tage Tabletten, Kortison und zweimal pro Woche Bauchspritzen mit den Nebenwirkungen wie taube Füße (besser als taube Ohren) und Kribbeln. Zur Zeit geht es mir richtig gut und ich genieße den Herbst, mehr als vor 3 Jahren.

Das war Mal das Neuste von uns und mir und hier einmal den Bergfest-Smootie vom 02.11.2020. Der ist ziemlich klein aber mit viel Geschmack.

„Bergfest“

  • 3 Pflaumen (ohne Steine)
  • 250gr. rote Trauben (ohne Kerne)
  • 1 mittelgroße Apfelsine (ohne Schale)
  • 1 Kaki
  • 200 ml Leitungswasser

Der nächste Schritt in Gottes großem Plan

Aber der HERR ist immer noch größer.

Heute war wieder einer der Tage von denen man am Anfang nicht weiß, was am Ende steht. Wie jeden Tag eigentlich. Heute habe ich den aktuellen Befund der letzten Untersuchung in Tübingen erhalten.

Vielen Dank für Eure Gebete und jedes Gespräch und jedes mutmachende Wort.

Es sieht so aus, dass meine Blut-, Nieren-, und Abwasserwerte recht gut aussehen. Mir wurde nochmals mitgeteilt, dass man ohne Bildgebung nie auf neue Tumore/Läsionen gestoßen wäre. Ist Gott nicht großartig? Mein ganzes Leben und mein Wohlbefinden sieht nicht nach neuen Krebszellen aus. Ganz im Gegenteil. Und trotzdem ist der Krebs da. Es ist nun definitiv ein multiples Myelom, das lässt sich nicht mehr schönreden.

Heute durfte ich mich einer erneuten Knochenmarkpunktion unterziehen. Ich bin ja nicht zimperlich und kann Schmerzen gut wegatmen (Geburtsvorbereitungskurs), aber diesemal tat es echt richtig weh und ich habe dem durchführenden Arzt ganz schlimme Worte zugerufen. Das war heute nicht vergnügungssteuerpflichtig. Aber der Arzt hat einen schönen 2-3cm langen Zylinder rausgeholt. Da war ich schon ein bisschen stolz drauf. Daraus sollen jetzt weitere Werte ermittelt werden, welche die systemische Erkrankung weiter untermauern.

Da es mir sehr gut geht und ich keinerlei Einschränkungen oder Schmerzen habe, wird die Therapie aus Spritzen, Tabletten und Hochdosistherapie erst im Herbst beginnen.

Aktuell ist der Stand so, dass die Ärzte eine Chemotherapie in Kombination mit einer neuen Studie vorbereiten und planen. Hintergrund dieser Annahme ist, dass sich da an mindestens drei Stellen in den Knochen Zellen zusammenziehen die da nicht hingehören. Das vorläufige CT-Ergebnis von heute zeigt leider mehrere weitere Auffälligkeiten im Skelett und besonders der Wirbelsäule. Zur Zeit sprechen die Ärzte aus der medizinischen sowie der radiologischen Abteilung von fokalen Läsionen.

Das wirkt vielleicht sehr heilig und vielleicht stört sich der eine oder andere daran, aber dieses Lied kam mir spontan in den Sinn als ich die E-Mail aus Tübingen las. Ich stehe da nämlich überhaupt nicht locker drüber. Das zu lesen war echt sch… Mir ging das voll gegen den Strich. Ich habe mir was anderes gewünscht und ich habe ehrlich gehofft die Ärzte finden nichts und ich bekomme „lediglich“ eine Bestrahlung und keine Chemo. Aber wie so oft in irgendwelchen Predigten gehört, ist da ein Gott der über allem wacht.

Erde ist, / so weit reichen meine Gedanken über alles hinaus, was ihr euch denkt, / und meine Möglichkeiten über alles, was für euch machbar ist.
Jesaja 55:9 NBH

Wir als Familie sind dankbar für jedes Gebet, jede Unterstützung und jedes mutmachende Wort.

Seine Hand

Heute war es wieder Mal soweit. Als erstes möchte ich mich bei euch bedanken für alle Gebete und alles Mutmachen und jedes tröstende Wort.
Ich war in Tübingen und habe mir die Ergebnisse meiner letzten Untersuchung abgeholt.

Denn die Wege des Menschen hat Jahwe im Blick, / auf seine Pfade gibt er acht.
Sprüche 5:21 NBH

Die letzten Ergebnisse haben sich nochmals verbessert und es besteht derzeit keine Sorge zur Beunruhigung. Das MRT zeigt, dass sich der Tumor verkleinert und das Labor bestätigt diese positive Veränderung. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit den Befunden und der Entwicklung.l Dieser Befund ist ein echtes Geschenk und nicht selbstverständlich. Ich bin froh.

Zusätzlich habe ich ja noch recht starke Schmerzen und nehme dagegen zur Zeit Schmerzmittel. Um dieses Problem anzugehen, war ich vergangene Woche bei einer Schmerztherapeutin. Sie hat den Schmerz ganz genau lokalisiert und sie hat mir erstmal drei kleine Spritzen gegeben um die betroffenen Stellen zu entspannen. Jetzt bekomme ich manuelle Therapie und Wärmebehandlung um die Muskelpartien zu entspannen.

Zurückblickend betrachtet hat Gott hier seine Hand über mir gehalten und mich bis jetzt durch diese schwere Zeit getragen. Aus diesem Grund ist oben auch der Vers und das Bild von dem Weg in Richtung des Parkhauses der medizinischen Klinik. Den Weg habe ich im vergangenen Jahr einige Male gekreuzt.

Zum Abschluss dieses Beitrages möchte ich noch von einer lustigen Episode meiner heutigen Reise nach Tübingen berichten. Also es war einmal der Marcus am ersten Streiktag in Esslingen:

Heute vom Gleis in Esslingen nach Tübingen zur Arztbesprechung…
Ich hatte gerade eine krasse Erfahrung. Jeder Zug hat eigene Lautsprecher und der Fahrer sagt er Fährt Richtung Kirchheim obwohl der Streik läuft, ein Streikbrecher…. Am Gleislautsprecher kam Durchsage das nichts mehr fährt, dennoch sagt der Fahrer er fährt, ihm ist der Streik egal. Die Ansage des Fahrers kam mindestens 5 oder 6 Mal. Die Menschen am Gleis sind trotzdem einfach stehen geblieben und nicht in den Zug eingestiegen. Er fuhr fast leer los. Danach kam die Durchsage es die nächste S-Bahn in diese Richtung fällt aus. Ein Raunen und Motzen ging durch die Reihen. Das war lustig 🙂

Die Aufrufe zum Einsteigen werden irgendwann ausbleiben und dann fährt der Zug ab, egal ob man drin sitzt oder nicht.
Es ist wie mit im richtigen Leben und im Glauben. Jesus ruft heute zu ihm zu kommen und sich mitnehmen zu lassen. Doch die Leute wollen es nicht hören und nicht umkehren. Aber irgendwann ist es zu spät und es gibt keinen Zug mehr. Das Kommen des Herrn Jesus Christus feiern wir Christen an Ostern.
Das musst du dir Mal überlegen, Gott kommt zu uns und keinen hat’s damals vor 2000 interessiert, es war ein Raum da, aber den musste ER sich mit stinkenden Tieren teilen. Herzlich willkommen, es weihnachtet.

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