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Kamillentee rein Kamillentee raus

Vielen Dank für eure Gebete. Es tut gut getragen zu werden in dieser schweren Zeit. Bitte macht weiter damit. Bete für das Ärzteteam, dass ihnen nicht die Ideen ausgehen.

Jeder hofft darauf, keine Nebenwirkungen zu bekommen. Wenn es doch welche sein müssen, dann bitte nur sehr leichte. Auch ich hoffte so.

Mit Gott sind wir nicht besser, aber wir sind besser dran. Gott trägt!

Ich habe ein paar kleine, aber heftige Nebenwirkungen „geschenkt“ bekommen. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfe. Zusätzlich hatte ich eine Migräne, die zum Glück abgeklungen ist. Migräne ist nicht Teil der Nebenwirkungsliste. Davon kann ich mir auch nichts kaufen.

Ich habe mir einen Infekt eingefangen und erhalte jetzt entsprechend Medikamente dagegen. Jetzt heißt es Ruhe bewahren.

Ich bin sehr platt und schlafe viel und da ich kaum etwas essen kann, wird der ZVK jetzt als meine Ernährungszufuhr genutzt.

Also falls mich zukünftig Mal jemand fragt, ob die Chemotherapie und Stammzellentransplantation bei mir einfach gewesen sei. Äh Nein.

Das ändert aber nichts daran, das Gott alles in sein Hand hält und er mich hier durch trägt.

Der erste Schritt ist geschafft

Am 24.12.2020 waren wir in Tübingen und ich habe endlich die letzte Spritze bekommen. Mit dieser Spritze habe ich den ersten Schritt hinter mich gebracht. Ob die Induktionstherapie erfolgreich war, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Für mich blieb dann noch ein paar Tage Chemo-Tabletten und die Prophylaxe-Medikamente. Jetzt liegt die Induktionstherapie hinter mir!

Vielen Dank für eure Gebete, Grußkarten, mutmachende Statusmeldungen, Anrufe, E-Mails oder Überraschungen.

Zur Zeit geht es mir recht gut, die Nebenwirkungen wie Kribbeln oder Schmerzen in den Füßen klingen langsam ab. Die trockene Haut regeneriert sich, so dass der Fingerabdrucksensor vom Telefon langsam wieder normal arbeitet.

Ich reduziere derzeit die Schmerzmitteldosis schrittweise und ich empfinde bis jetzt keine neuen oder alten Schmerzen. Das ist doch schon Mal gut.

Während dem Arztgespräch in Tübingen hatte ich so richtig Angst. Das war der Moment, als mir mein behandelnder Arzt sagte und erläuterte, wie die Therapie im Februar so im Detail abläuft und was alles passieren kann. Er hat mir erklärt, was die Gründe für den dreiwöchigen Aufenthalt in der Klinik sind. Alles was er mir gesagt hat, wusste ich bereits und trotzdem schlief mir das Gesicht ein und mir wurde etwas mulmig. Entzündungen, Infektionen oder hohes Fieber klingt aus dem Mund des Arztes noch Mal anders als in gedruckten Aufklärungsbögen. Ich weiß nicht warum das so ist, aber die Angst war da und ich kannte dieses Gefühl vorher nicht.

„Seid stark und mutig, fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen! Es ist Jahwe, dein Gott, der mit dir geht. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht.“

5. Mose 31:6 NBH

Da musste ich am Heiligen Abend einfach Mal durch. Jetzt weiß ich es und bin zumindest informiert. Ich möchte gesund werden, bzw. diese chronische Erkrankung soweit in den Griff bekommen, dass ich möglichst lange und ohne große Einschränkungen leben kann. Das möchte ich und wenn Gott das auch in seinem Plan hat, wird es so kommen. Wie der Weg dahin ist, weiß ich nicht und ich muss es auch nicht wissen. Was ich weiß ist, Gott macht keine Fehler.

Und so geht’s dieses Jahr weiter. Am 18.01.2021 geht’s weiter mit einem MRT und am 19.01.-22.01.2021 findet die Stammzellmobilisation statt. Ende Februar kommt die Stammzellspende (Leukapherese). Mitte Februar geht’s dann in die Klinik zur Hochdosistherapie.

Ich wünsche allen ein gesegnetes neues Jahr.

Bildquelle: Wikipedia https://de.m.wikipedia.org/wiki/Multiples_Myelom