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Ein kurzer Zwischenstand

Lange habe ich hier nichts geschrieben, doch jetzt möchte ich die nächsten paar Zeilen dazu nutzen, euch kurz von der aktuellen Entwicklung zu berichten. Ich möchte mich bei euch für die Unterstützung in den Gebeten und mutmachenden Zusprüchen zu bedanken. Das tut mir und uns gut. Danke!

Seit letzten Freitag habe ich spürbar mehr Schmerzen, trotz Schmerzmittel. Eigentlich begann alles schon früher, ich glaube am Donnerstag. Aber ich habe es auf den Stress geschoben und vorher einfach nicht ernst genommen. Man geht ja nicht wegen einem kleinen zusätzlichen Schmerz zum Arzt.

Jetzt bin ich erstmal krankgeschrieben und werde zum Schmerztherapeuten gehen, der sich meiner Schmerzen hoffentlich annimmt.

Das krasse ist nicht der Schmerz und auch nicht das relativ hohe Schmerzniveau. Das geht irgendwann wieder weg. Das krasse ist mein Kopf und die bösen Verknüpfungen die er sofort anstellt. Der Schmerz jetzt sitzt an der gleichen Stelle wie vor einem Jahr. Damals war es Krebs. OK es ist sicher wieder Krebs, obwohl im August MRT und Blut super waren. Diesen Befund vergesse ich da ganz schnell. Heute war ich in einer schlimmen Abwärtsfahrt im Kopf. Für mich war teilweise klar, das neue Jahr erlebst du nicht. Aus, vorbei und Schluss. Oder viel schlimmer es kommt eine Chemotherapie. Dieses Kopfkino ist für mich das schlimmste, denn dadurch verdränge ich auch alles was ich gelernt habe, nämlich Gott alleine zu vertrauen. Das musste mir dann erst wieder neu gezeigt werden. Der Vers unten macht mir echt Mut. Hey, wir wissen alle nicht wann der letzte Tag ist, schon deshalb brauche ich keine Angst zu haben.

Ich habe es dir gesagt! Sei stark und sei mutig! Lass dir keine Angst einjagen, lass dich nicht einschüchtern, denn Jahwe, dein Gott, steht dir bei, wo du auch bist.“

Josua 1:9 NBH

Ich weiß Gott ist da und er trägt mich und uns durch, egal woher diese Schmerzen jetzt kommen und egal wie es weiter geht.

Vielen Dank nochmals für alle eure Gebete.

Termin Nummer 12

Denn ich bin Jahwe, dein Gott. / Ich fasse dich bei der Hand und sage zu dir: / Fürchte dich nicht! Ich selbst, ich helfe dir!
Jesaja 41:13 NBH

Zuerst möchte ich mich für alle Gebete und jeden guten Ratschlag und jedes Gespräch bedanken.

Dann ist mir vorhin ein technisches Malheur passiert, denn ich habe einen Artikel ungeplant veröffentlicht. Entschuldigung bitte.

Den obigen Vers hatte ich heute morgen auf meinem Handy und er macht mir wieder neu Mut. Warum wieder neu, na weil ich gestern Abend nach einem „kurzen“ Telefonat etwas länger über meine Krankheit nachgedacht habe.

Nüchtern betrachtet ist die aktuelle Situation echt nicht gut. Krebs und Schmerzen (wenn auch weniger) und Gewichtsverlust und einem Blutbild, welches auffällig ist für eine hohe Wahrscheinlichkeit für weitere Metastasen.

Würde ich jetzt Panik kriegen, wäre wahrscheinlich auch niemand überrascht oder böse. Aber ich habe keine Panik(mehr) und auch keine Angst(mehr).

Klar mache ich mir Gedanken und regele alle Sachen, die ich regeln sollte (Behindertenbescheinigung, Kur, Arbeitgeberangelegenheiten oder richtige Ernährung….). Wenn ich dann so intensiv drüber nachdenke, komme ich schon Mal ins Grübeln, ob ich das alles packe. Meist ist der Grund, dass ich alles selber schaffen möchte. Dann wird mir übel und es geht mir richtig mies. So war es gestern Abend. Umso mehr freut mich dieser Tagesvers aus der Youversion-Bibelapp.

Heute war wieder Bestrahlung und ich konnte berichten, dass ich jetzt weniger Schmerzen habe und es mir allgemein besser geht. Das hat auch die MTRAs gefreut, die mich dort betreuen.