Testpatient

Danke für alle Gebete und jede guten Ratschlag. Heute war ich bis etwa 15Uhr soweit schmerzfrei, dass ich keine Schmerzmittel nehmen musste. Das ist ziemlich cool gewesen und ein echter Segen. Sonst geht es mir eigentlich gut.

Bei diesem 10. Termin musste ich etwa anderthalb Stunden auf die Bestrahlung warten. Als ich ankam, kam die MTRA auf mich zu und sagte mir, dass die Geräte ausgefallen sind. Sie sagte, der Techniker braucht etwa eine Stunde um einschätzen zu können, ob die Geräte heute noch einmal laufen. Ein ausgefallener Bestrahlungstermin wird aber in jedem Fall nachgeholt. Ich sollte mich zwischen den Optionen nach Hause gehen und angerufen werden oder warten entscheiden. Ich habe die zweite Option gewählt und gewartet und für den Techniker gebetet, denn Techniker sind auch nur Menschen, wenn auch ziemlich coole.

Was soll ich sagen, 10 Minuten später oder drei weitere Musiktitel aus dem Radio kam eine ziemlich glücklich lächelnde MTRA zu mir und sagte mir, dass der Techniker das Problem wahrscheinlich gefunden hat (Warum sie zu mir kam, weiß ich nicht). Weiter hat Sie gesagt, dass noch ein Testlauf gemacht werden muss und ein Strahlenphysiker das ganze beurteilt bevor weiter bestrahlt werden kann. Ich war der erste Patient nach der Wartung. 🙂 Bei meiner Bestrahlung stand das komplette Personal und die Techniker um den PC herum. Hat alles geklappt. Ich glaube da an einen Zusammenhang zwischen Gebet und Lösung.

Lass Jahwe dich führen! / Vertraue ihm, dann handelt er.
Psalmen 37:5 NBH

Gott um Hilfe zu bitten ist der beste Weg aus Problemen und Nöten.

Ach ja, es war ein defektes Kabel, welches einen Wackelkontakt hatte und das System sicherheitshalber abgeschaltete.

die 4. Bestrahlung ist vorbei

Zuerst einmal vielen Dank für die mutmachenden Worte und die Gebete. Damit fange ich immer gerne an, weil es mir wichtig ist.

Heute gegen 17:20Uhr war ich wieder im medizinischen Versorgungszentrum Esslingen (MVZ). Es war heute der erste „kurze“ Termin. Kurz bedeutet, dass es erstmals kein Kontroll-CT gab. Dementsprechend kurz wird dieser Beitrag werden.

Ich war nach 15 Minuten wieder raus aus der Umkleidekabine. Ich habe schon beim auf den Tischsetzen gemerkt, dass weniger Schmerzen da sind. Es gab deutlich weniger Druckschmerzen und das ist ein Grund für Dankbarkeit. Ich vermute jetzt mal als Laie, dass es damit zusammenhängt, dass der Tumor bereits kleiner geworden ist. Gott sei Dank!
Ich habe auch keine Nebenwirkung, außer die Müdigkeit. Ich gönne mir jetzt deutlich mehr Ruhe als früher. Kurz zusammengefasst: Es gibt keine Nebenwirkungen und ich fühle mich heute allgemein besser. Ob die aktuelle schmerzfreiheit über den morgigen Tag hin anhält, weiß ich nicht.

Ich bin ja ein medizinisch Unkundiger, aber in einem Aushang im MVZ gibt es im Pressebereich eine tolle Erklärung, wie das Bestrahlen funktioniert. Ich verlinke das hier einfach mal.

Ein Handtuch

Danke für Gebete und jede andere Unterstützung.

Ein Handtuch musst Du jetzt immer dabei haben.

Das wurde mir gestern sogar dreimal gesagt. Zweimal vor der Bestrahlung und danach auch noch einmal. Trotzdem musste ich heute umdrehen, weil ich mein Handtuch vergessen hatte. …

Die heutige Bestrahlungssitzung habe ich das erste Mal bewusst mitgemacht, gestern war ich wahrscheinlich einfach nur von den Geräten und den Abläufen beeindruckt. Aber heute habe ich alles mitbekommen und es war eine deutliche Wärmeentwicklung auf der Haut der bestrahlten Stelle zu spüren und die angedrohte angekündigte Nebenwirkung trat auch voll ein. Müdigkeit und das nicht zu knapp. Wenn das aber die einzige Nebenwirkung ist, kann ich doch dankbar sein.

Die MTA hat sich nach der Bestrahlung einfach Mal die Zeit genommen und hat mir das ganze Gerät erklärt. Jetzt weiß ich auch endlich, wie das Teil funktioniert, was mich da jeden Tag mit Strahlen beschießt. Das fand ich cool.

Soweit geht’s mir gut, nur die dauerhaften Schmerzen sind schon anstrengend aber wenn alles so weiter läuft, wie in den letzen 2 Tagen, dann kann und darf ich dankbar sein.

Der aktuelle Stand vom 11.11.2017 – gut gehts nicht

Macht euch keine Sorgen, sondern bringt eure Anliegen im Gebet mit Bitte und Danksagung vor Gott!
Philipperbrief 4 Vers 6

In meinem letzten Beitrag zu dem Befund habe ich garnicht geschrieben wie es mir so geht. Das möchte ich jetzt gern nachholen. Der Titel des Beitrags spricht ja schon etwas für sich. Bis jetzt durfte ich immer schreiben, dass es mir gut geht (trotz Schmerzen), weil es ja auch so war. Seit einigen Tagen ist das aber anders, denn es geht mir nicht mehr gut. Ich möchte nicht jammern, sondern euch auf den aktuellen Stand bringen. Ich bin trotzdem dankbar so wie es jetzt ist. Ich weiß auch nicht, ob ein direkter Zusammenhang zum Krebs besteht, denn ich bin ja kein Arzt.
Ich habe weiterhin starke Schmerzen, die aber jetzt mit den neuen Schmerztropfen langsam besser werden. Ich fühle mich im Allgemeinen nicht mehr so fit, wie früher. Ich bin schneller Müde als früher, und ich habe in den letzten Wochen deutlich Gewicht verloren. Die Ärtzin in Tübingen meint, dass wäre alles ganz normal. Sie haben Krebs und keinen Husten. Was gut ist, mein Appetit ist noch ungebrochen. 🙂 Und das Essen schmeckt mir noch.
An alle, die für uns beten. Danke für eure Gebetsunterstützung bis hierher. Das tut so gut und wir spüren die Unterstützung. Macht bitte weiter!

Ich hoffe sehr, dass sich diese Symptome spätestens nach der Strahlentherapie wieder legen und ich wieder richtig fit werde.

Der Vollständigkeit halber, möchte ich hier noch eine Korrektur vornehmen, die aus einem Missverständnis bei dem letzten Arztgespräch entstanden ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das stationäre Plasmozytome zu einem multiplen Myelom verändert ist nicht mittelmäßig sondern hoch (das steht im Befund). An der engmaschigen Kontrolle alle 3 Monate ändert das erstmal nichts, für die Strahlentherapie ist das wohl interessant. Die müssen mehr aufpassen. Für mich selbst ist das derzeit nicht wirklich von Bedeutung, da ich keinen Einfluss auf das Wachstum, Streuung oder Heilung nehmen kann. Gott hat alles in seiner Hand.

Ein Schritt nach vorne und dann Feierabend

Ich habe das MRT des ganzen Körpers überlebt. Danke für Eure mutmachenden Worte und Eure Gebete. Es hat auch fast nicht wehgetan. Warum fast? Beim letzten der sechs Abschnitte hat sich eine ziemliche Wärmeentwicklung auf der Haut eingestellt, die fast zum Abbruch der Behandlung geführt hat. Jedoch war die Behandlung kurz vor meinem Abbruch fertig. Es gab zum Glück keine Verbrennung. Ich habe der medizisch-technischen-Assistentin dann trotzdem noch davon berichtet. Sie hat’s notiert, wusste aber auch nicht was es sein könnte.

Ich hätte mich gern noch kurz mit dem Radiologen über die Untersuchung unterhalten, aber der hat zu dem Zeitpunkt als ich fertig war, schon seinen Feierabend abgetreten. Ich gönne ihn den. Ich habe jetzt Zeit bis zum 10.11.2017 mir weitere Fragen zu überlegen, denn dann findet die Besprechung zur heutigen Untersuchung statt. Ich darf noch weiter geduldig sein (Juhu). Gott hat einen anderen Zeitplan. Inzwischen macht das Warten auch schon langsam Freude. Nein im Ernst, etwas zügiger, wäre für mich auch schön.

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