Ein Handtuch

Danke für Gebete und jede andere Unterstützung.

Ein Handtuch musst Du jetzt immer dabei haben.

Das wurde mir gestern sogar dreimal gesagt. Zweimal vor der Bestrahlung und danach auch noch einmal. Trotzdem musste ich heute umdrehen, weil ich mein Handtuch vergessen hatte. …

Die heutige Bestrahlungssitzung habe ich das erste Mal bewusst mitgemacht, gestern war ich wahrscheinlich einfach nur von den Geräten und den Abläufen beeindruckt. Aber heute habe ich alles mitbekommen und es war eine deutliche Wärmeentwicklung auf der Haut der bestrahlten Stelle zu spüren und die angedrohte angekündigte Nebenwirkung trat auch voll ein. Müdigkeit und das nicht zu knapp. Wenn das aber die einzige Nebenwirkung ist, kann ich doch dankbar sein.

Die MTA hat sich nach der Bestrahlung einfach Mal die Zeit genommen und hat mir das ganze Gerät erklärt. Jetzt weiß ich auch endlich, wie das Teil funktioniert, was mich da jeden Tag mit Strahlen beschießt. Das fand ich cool.

Soweit geht’s mir gut, nur die dauerhaften Schmerzen sind schon anstrengend aber wenn alles so weiter läuft, wie in den letzen 2 Tagen, dann kann und darf ich dankbar sein.

Die Vermessung

Vielen Dank, für eure Fragen, Gebete und mutmachenden Worte. Danke! das tut gut.

Ich bin jetzt der Ursprung eines Koordinatensystems, denn heute wurde ich aufgeklärt, was mit mir während der Behandlung passiert und ich wurde vermessen. Laut der Ärztin sind kaum Nebenwirkungen zu erwarten, und während der Behandlung treten keine Schmerzen auf.  Was mich echt überrascht hat war, dass eine Behandlungsitzung nur 2 Minuten dauern soll.
Auch gut ist, dass ich während der gesamten Behandlung kein Gesundheitsrisiko darstelle. Es geht keine Strahlung von mir aus.
Die Schwester in der Radioonkologie hat mich heute erstmals auf dem Tisch platziert, wo ich demnächst täglich bestrahlt werde. Nebenei hat sie mir erklärt, dass der Raum mit Lasern vermessen ist und ich mit dem Tumor jetzt den Ursprung eines dreidimensionalen Koordinatensystem bilde. Ich bin die Null 🙂 Ich habs ja immer geahnt. Nachdem ich auf dem Tisch positioniert war, hat die Schwester mit Edding Striche auf meinen Körper gemalt. Anschließend hat sie die Stelle vermessen und mit dieser Vermessung geröngt. Beim Thema Vermessung muss ich immer an Hiob denken.

Wo warst du, als ich die Erde gründete? / Sag an, wenn du es weißt! Wer hat ihre Maße bestimmt? Weißt du es? / Wer hat die Messschnur über sie gespannt? Hiob 38,4

Jetzt geht es so weiter, dass Radiologen und Physiker den Bestrahlungsplan und Ausrichtung der Geräte berechnen und testen. Am kommenden Donnerstag wird dann die erste Sitzung unter Anwesenheit eines Arztes stattfinden und danach werde ich regelmäßig bestrahlt. Am Donnerstag wird sich auch zeigen, ob das Ziel Striezelmarkt 2017 noch haltbar ist.

Soweit mal das neuste, an meinem Gesundheitszustand hat sich meinem letzten Artikel leider nicht verändert.

Der aktuelle Stand vom 27.10.2017

Vorab einmal ganz kurz. Ich habe meinen Weg mit diesem Blog noch nicht 100% gefunden. Auch an der Optik werde ich noch feilen, das schwarz sieht aus wie eine Seite für einen Nachruf. Das muss weg, denn ich lebe. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich schreibe und veröffentliche. Eins steht fest, ich werde hier keine medizinischen Details oder irgendwelche Namen nennen, denn ich bin kein Mediziner und es geht niemanden etwas an.

Heute möchte ich euch das erste Mal im Blog an meiner Krebserkrankung teilhaben lassen.

Es geht mir zur Zeit recht gut. Ich habe echt weniger Rückenschmerzen seit ich die Tabletten regelmäßig nehme, ich fühle mich auch relativ fit. Ich bin etwas erkältet, aber das geht sicherlich vielen so, in dieser Jahreszeit. Also alles gut bei mir. Ich schlafe in letzter Zeit etwas schlechter, aber ich bin tagsüber trotzdem recht fit. Manchmal gibt es sogar Momente, da fühle ich mich nicht mal krank.

Das Plasmozytom sitzt an meinem Kreuzbein. Es gibt zur Zeit (Stand 27.10.2017) noch ein paar offene Fragen, die geklärt werden müssen, bis ein endgültiger Behandlungsplan festgeschrieben werden kann. Um diese Fragen zu klären, werde ich weitere Untersuchungen mitmachen. Zur Zeit ist alles noch sehr wage. Es gibt nur eines, was „hochwahrscheinlich“ ist, dass ist die Strahlentherapie, die sich wohl nicht vermeiden lässt.

Alles in allem bin ich absolut sicher im Gott der Bibel und bei ihm geborgen. DANKE für eure Gebete! Betet bitte weiter um Weisheit für die Ärzte, und Kraft zum durchhalten. Ich weiß, Gott hält seine schützende Hand über mir und schenkt mir Mut, für kommende Behandlungen. Ich bin gespannt, was noch alles auf mich zukommt. Ich weiß er macht keine Fehler und hat einen Weg für mich vorbereitet.