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unverändert

Ich habe heute den Befund der letzten Untersuchungen erhalten. Das Warten hat ein Ende.

Vielen Dank für alle Gebete und jedes mutmachende Wort in letzter Zeit. Die Warterei ist echt nicht ohne.

Die Befunde ergaben aber nichts neues. Keine neuen Tumore/Metastasen/Läsionen. Die bekannten Stellen sind weiterhin da. Mein Blutbild ist auch in Ordnung (so in Ordnung, wie es mit einem Plasmozytom eben sein kann). Das sind mal richtig gute Nachrichten, finden die Ärzte und ich.

Es werden weitere Untersuchungen folgen, denn die Schmerzen sind ja noch da. Wenn die Schmerzen nicht wären, würde es mir richtig gut gehen.

Ein Handtuch

Danke für Gebete und jede andere Unterstützung.

Ein Handtuch musst Du jetzt immer dabei haben.

Das wurde mir gestern sogar dreimal gesagt. Zweimal vor der Bestrahlung und danach auch noch einmal. Trotzdem musste ich heute umdrehen, weil ich mein Handtuch vergessen hatte. …

Die heutige Bestrahlungssitzung habe ich das erste Mal bewusst mitgemacht, gestern war ich wahrscheinlich einfach nur von den Geräten und den Abläufen beeindruckt. Aber heute habe ich alles mitbekommen und es war eine deutliche Wärmeentwicklung auf der Haut der bestrahlten Stelle zu spüren und die angedrohte angekündigte Nebenwirkung trat auch voll ein. Müdigkeit und das nicht zu knapp. Wenn das aber die einzige Nebenwirkung ist, kann ich doch dankbar sein.

Die MTA hat sich nach der Bestrahlung einfach Mal die Zeit genommen und hat mir das ganze Gerät erklärt. Jetzt weiß ich auch endlich, wie das Teil funktioniert, was mich da jeden Tag mit Strahlen beschießt. Das fand ich cool.

Soweit geht’s mir gut, nur die dauerhaften Schmerzen sind schon anstrengend aber wenn alles so weiter läuft, wie in den letzen 2 Tagen, dann kann und darf ich dankbar sein.

Die Vermessung

Vielen Dank, für eure Fragen, Gebete und mutmachenden Worte. Danke! das tut gut.

Ich bin jetzt der Ursprung eines Koordinatensystems, denn heute wurde ich aufgeklärt, was mit mir während der Behandlung passiert und ich wurde vermessen. Laut der Ärztin sind kaum Nebenwirkungen zu erwarten, und während der Behandlung treten keine Schmerzen auf.  Was mich echt überrascht hat war, dass eine Behandlungsitzung nur 2 Minuten dauern soll.
Auch gut ist, dass ich während der gesamten Behandlung kein Gesundheitsrisiko darstelle. Es geht keine Strahlung von mir aus.
Die Schwester in der Radioonkologie hat mich heute erstmals auf dem Tisch platziert, wo ich demnächst täglich bestrahlt werde. Nebenei hat sie mir erklärt, dass der Raum mit Lasern vermessen ist und ich mit dem Tumor jetzt den Ursprung eines dreidimensionalen Koordinatensystem bilde. Ich bin die Null 🙂 Ich habs ja immer geahnt. Nachdem ich auf dem Tisch positioniert war, hat die Schwester mit Edding Striche auf meinen Körper gemalt. Anschließend hat sie die Stelle vermessen und mit dieser Vermessung geröngt. Beim Thema Vermessung muss ich immer an Hiob denken.

Wo warst du, als ich die Erde gründete? / Sag an, wenn du es weißt! Wer hat ihre Maße bestimmt? Weißt du es? / Wer hat die Messschnur über sie gespannt? Hiob 38,4

Jetzt geht es so weiter, dass Radiologen und Physiker den Bestrahlungsplan und Ausrichtung der Geräte berechnen und testen. Am kommenden Donnerstag wird dann die erste Sitzung unter Anwesenheit eines Arztes stattfinden und danach werde ich regelmäßig bestrahlt. Am Donnerstag wird sich auch zeigen, ob das Ziel Striezelmarkt 2017 noch haltbar ist.

Soweit mal das neuste, an meinem Gesundheitszustand hat sich meinem letzten Artikel leider nicht verändert.