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So geht’s mir heute

Jetzt ist der letzte Beitrag schon eine ganze Weile her und weil es immer wieder Freunde gibt, die mich gerne nach meinem Wohlergehen fragen, möchte ich diesen kurzen Beitrag schreiben.

Danke! Danke für jedes Gebet und jede Nachfrage. Es tut gut, wenn jemand mit daran denkt.

Es geht mir wirklich gut. Das letzte Blutbild und das letzte MRT liegen zwar schon eine ganze Zeit hinter mir, aber die Werte sind echt Top gewesen.

Ich genieße jeden Moment meines Lebens ganz bewusst und freue mich sehr darüber, dass ich noch leben darf. Krebs ist grundsätzlich Mal eine tödliche Krankheit und wenn man Plasmozytom einmal googelt, findet man auch Berichte bei denen der Tod deutlich schneller eingetreten ist.

Ich habe mich nach mehr als einem Jahr daran gewöhnt, dass sich meine Ärzte nicht auf eine Prognose festlegen wollen.

Ich kann Sie oder euch als Leser also noch weiter mit meinem Glauben und meinem Krebs in Kontakt bringen um Sie oder euch zu zeigen was Jesus Christus für mich ist.

Denn das Leben heißt für mich Christus und das Sterben Gewinn!
Philipper 1:21 NBH

Sterben und Tod ist vielleicht ein blöder Schluss für einen Blogbeitrag, aber ohne den Herrn Jesus Christus kann ich das alles nicht überstehen.

Auf grüner Weide lässt er mich ruhen, / am stillen Wasser gibt er mir Rast.
Psalmen 23:2 NBH

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Es war wieder soweit

Es ist 18:15Uhr und ich sitze gerade im Zug nach Hause. Heute war ich wieder bei der vierteljährlichen Untersuchung in der Uniklinik in Tübingen. Die Mensa der Uniklinik ist super, dass alleine ist schon ein Grund (Ich weiß ich bin verfressen).

Viele Dank für die ganzen Gebete, die Unterstützung und jedes mutmachende Wort. Heute war ein guter Tag und ich bin froh, dass ich den Termin wieder überstanden habe.

Die Untersuchung und alles drumherum hat mich bis jetzt im Kopf nicht so sehr belastet, nur in der letzten Nacht war ich irgendwie schlaflos. Ich hatte heute zumindest keine Angst und bin absolut guter Dinge, dass die Ergebnisse genauso gut wie beim letzten Mal sind. Es liegt nicht an mir, wenn es doch anders kommt als gehofft. Das ist hier anders als im Studium. Bei jeder Matheklausur habe ich gehofft, doch es kam anders. Bei dem Thema hier bin ich aber definitiv raus. Nicht meine Schuld.

Ganz spontan hat mich meine Ärztin nochmal vor dem Labortermin in ihr Behandlungszimmer gerufen. Sie wollte sich erkundigen, wie es mir so geht und wie die Schmerzen aktuell aussehen. Das fand ich richtig cool, auch wenn ich kurzzeitig echt irritiert war und gedacht habe ich hätte einen Termin verpasst habe.

Meine nächsten Schritten zu einer Schmerztherapeutin zu gehen und damit die professionelle Schmerzbegleitung zu beginnen findet sie richtig und gut. Für alles andere warten wir Mal ab, was die heutigen Labor und MRT Untersuchungen ergeben.

Danach ging es -nach einiger Wartezeit- zum MRT. Notfälle kommen eben vor Krebs….
Heute saß mir im MRT ein Chemotherapie-Patient gegenüber der wohl auch gerade ein MRT machen lassen musste. Als ich den jungen Mann gesehen habe (er war höchstens so alt wie ich) war ich sofort wieder neu dankbar, dass ich jetzt so ‚gesund‘ bin, wie ich bin.

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten! Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen!

Psalm 27:1

Ich bin mir sicher, dass Gott da ist und mich auf dem weiteren Weg trägt. Ich weiß zwar nicht, was das nächste Jahr gesundheitlich bringt aber fürchten muss ich mich überhaupt nicht.

Danke nochmals für eure Unterstützung.

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Eine Cola für den Weg

Coca Cola ist völlig ungesund, aber sehr lecker. Nicht, dass ich mir eine kalte Cola verdient hätte, aber nachdem ich den Arzttermin zur Befundbesprechung hinter mich gebracht hatte, war mir einfach danach, außerdem ist es in Tübingen sehr warm gewesen und Bier gibt’s erst ab vier.

Vielen Dank für die Gebete und jedes mutmachende und aufbauende Wort das ich immer wieder bekommen habe.

Gestern war es wieder soweit. Ich habe meine aktuellsten Befunde direkt in Tübingen erhalten. Es gibt ganz viel Grund zu Danken, denn die Ergebnisse vom 06.08.2018 sind spitze.

Das MRT ist komplett unauffällig und der bestrahlte Tumor ist nicht aktiv. Dieser Tumor ist jetzt eher vernarbtes Gewebe. Es gibt keine neuen Tumore und keine Metastasen und damit sind alle sehr zufrieden. Mich freut es auch. Diese Tumorentwicklung spiegelt sich auch im Blutbild wieder, denn das ist für dieses Mal echt top. Alle für mich relevanten Werte liegen im Normbereich und könnten zur Zeit nicht besser sein. Gott sei Dank dafür! Der nächste Termin findet in einem Vierteljahr statt, außer es geht mir viel schlechter oder es gibt es unvorhersehbare Veränderungen.

Habt ihr euch auch gerade gedacht, was das für eine blöde Formulierung ist?

Ich habe in meinem Leben nichts, aber auch gar nichts in der Hand. Es gibt nichts was ich planen kann. Alles was passiert, ist in Gottes geheimen Plan für mein Leben festgelegt. Da gibt es keine vorhersehbaren Veränderungen, deshalb ist eigentlich jede Änderung im Leben unvorhersehbar.

Klar menschlich gesehen gibt es Anzeichen oder klare Hinweise für zukünftige Veränderungen. Das liegt aber nur daran, dass die Menschen vor mir andere Menschen beobachtet und studiert haben.

Wenn ich jetzt zum Beispiel nur noch fettige Pommes, Pasta, Döner und Pizza essen würde, werden meine Blutwerte irgendwann schlechter und ich werde fett. Das war aber früher (bevor das Fettwerden untersucht wurde) irgendwann einmal eine unvorhersehbare Veränderung. Diese Volumenveränderung des menschlichen Körpers ist jetzt aber durch Beobachtungen und Studien vorhersehbar geworden ist. Damit wissen wir etwas mehr über den menschlichen Körper.

Der einzige bei dem es keine unvorhersehbaren Veränderungen gibt ist Gott. Er hat alles gemacht, auch mich. Nach dem Erschaffen hat er sich nicht zurückgelehnt, sondern er lenkt alles nach seinem Willen.

Ob ich ruhe oder gehe, du prüfst es, / mit all meinen Wegen bist du vertraut.
Psalmen 139:3 NBH

Es liegt alles in Gottes Hand, und nichts in unserer. Gott kann mich ganz gesund machen oder er kann aber auch sagen: „Marcus, ab jetzt geht’s bergab und die Geschwindigkeit lege ich fest.“ Gott allein weiß, ob ich in den nächsten drei Monate Metastasen oder neue Tumore bekomme. Für mich wären das unvorhersehbare Veränderungen, aber nicht für Gott…. Das kann er und deswegen vertraue ich ihm. mit all meinen Wegen…

Ich danke Gott für diesen Befund. Ich möchte mich auf diesem Wege aber auch einmal bei den Ärztinnen und Ärzten und dem medizinischen Fachpersonal bedanken. Ohne Ihre bzw. Eure Unterstützung wäre ich hier nicht da, wo ich habe jetzt bin. Danke!