Auf der Zielgeraden

Heute war wieder Bestrahlung und es dauerte wieder etwas länger, da heute wieder das Raumschiff abgehoben ist (ich wurde geröntgt). Ich habe mich gefühlt wir Captain Kirk auf der Krankenstation der Enterprise.

Vielen Dank für die Gebete und jede Nachricht sowie jedes kurze Gespräch und jeden Brief 😉

Die Schmerzen sind mit Schmerzmitteln erträglich. Der Arzt meint, es ist normal, dass jetzt vereinzelt noch Schmerzen da sind.

Ja, Gott – sein Weg ist tadellos, / Jahwes Wort ist unverfälscht. / Ein Schild ist er für alle, / die Schutz bei ihm suchen.
Psalmen 18:31 NBH

Morgen geht’s zum Finale. Danach ist dann erstmal Schluss.

Noch nicht ganz fertig

Heute war wieder Bestrahlung und ich war wieder sehr schnell fertig. Die Schmerzen sind mit Schmerzmittel jetzt erträglich geworden.

Vielen lieben Dank für jede Nachricht und alle Gebete. Die Zeit der Bestrahlung neigt sich dem Ende entgegen und ich weiß nicht wann und wo überall für mich und uns gebetet wurde. Ich habe sie zumindest deutlich gespürt. Gott ist groß und weiß um alles was mich betrifft. Es ist bei mir immer noch spannend. Ich freue mich auf das Ende und auf den Nachsorgetermin in 3 Monaten.

Doch ich, ich rufe zu Gott, / und Jahwe wird mir helfen.
Psalmen 55:17 NBH

Morgen geht’s dann zum das vorletzten Mal zur Bestrahlung. Ob diese ganze Strahlentherapie wirklich etwas gebracht hat, zeigt sich erst später. Mir wurde mehrfach gesagt, dass in 3 Monaten eine Veränderung zu sehen sein müsste. Erst muss das tote Tumorgewebe vom Körper (also von mir) verarbeitet werden, und komplett weg sein. Wobei komplett ein ziemlich harter Begriff ist. Es muss eine Narbe zurückbleiben. Von außen ist eine Narbe von der Biopsie zu sehen. Die innere Narbe werde ich wohl nicht zu sehen bekommen.

22 – es geht doch

Heute war wieder Bestrahlung. Ich möchte mich für die Gebete und jede kleine und große Geste bedanken. Die Schmerzen werden wieder mehr, aber ich weiß sie jetzt zu nehmen. Jammern ist nicht, ich nehme das jetzt so an und bin mir sicher es wird irgendwann besser.

Ich spüre es deutlich ich gehe (mit der Bestrahlung) jetzt ganz schnell auf das Ende zu. Die Bestrahlung zeigt deutliche Erfolge. Es sind jetzt noch drei Bestrahlungstermine. Nach dem letzten Termin findet noch ein abschließendes Arztgespräch statt und ich erhalte Unterlagen für die Weiterbehandlung.

Heute war es soweit. Ich habe mich auf die Liege gelegt und bin 5cm nach oben gerutscht und lag direkt richtig. 😎😎😎 Das war ein cooles Gefühl. Es ging alles gut und ich war wieder sehr schnell fertig.

Unabhängig von allem ein kleines Adventbild.

Der Countdown läuft 4 3 2 1

Die Woche ist geschafft. 🙂 Ich bin glücklich, aber müde. Es war alles in Allem eine gute Woche. Die Erholung setzt zwar noch nicht ein, aber die Schmerzen werden weniger. Heute war der 21. Termin der Bestrahlung und damit bleiben noch vier Termine. Vielleicht bin ich ja nach der Bestrahlung doch komplett schmerzfrei. Doch ich bin mir bewusst, nach der Bestrahlung ist mitten in der Behandlung. Der Schritt für die Nachsorge ist zumindest mal gemacht.

Ich aber schaue aus nach Jahwe, / ich warte auf den Gott meines Heils. / Mein Gott wird mich erhören!
Micha 7:7 NBH

Vielen Dank für die ganzen Gebete, und jeden mutmachenden Vers oder jedes mutmachende Wort. 🙂 Sowas freut mich immer wieder.

Heute lief es wie am Fließband, ganz ohne Wartezeit. Ich bin ins MVZ gekommen und wurde direkt aufgerufen, ohne dass ich meine Jacke ausziehen konnte. Ich war nicht zu spät! Die Mitarbeiter haben eine Kamera, mit der sie den Wartebereich überwachen können.

Heute war wieder eine Röngtenrunde extra und dadurch war es wieder wie in einem Raumschiff. Hier wurden zwei Arme extra ausgefahren und die schwebten wie von Zauberhand um mich herum um die Bilder zu erstellen. Cool! Erst danach wurde erst die heutige Bestrahlung durchgeführt. Es lief ohne Probleme.

Noch eine Handvoll Termine

Heute habe ich einen früheren Termin bekommen, denn heute ist unsere Weihnachtsfeier.

Vielen Dank für jede Nachricht, jeden Kommentar und natürlich für jedes Gebet. Manchmal denke ich mir, ich nerve mit den täglichen Danksagungen, aber dieser Zusammenhalt und die Fürbitten sind nicht selbstverständlich und ich finde es sehr wichtig Danke zu sagen. Ob ich nerve ist mir eigentlich auch egal, denn es ist niemand gezwungen diesen Blog zu lesen.

Es gibt seit gestern Abend wieder leichte Schmerzen, aber mit einer kleinen Dosis Schmerzmittel sind die sehr gut wegzubekommen.

Nach der heutigen Bestrahlung habe ich den Ltd. MTRA gleich mal gefragt, wofür die schwarzen namenlosen Anhängeschilder sind, die alle am orangen T-Shirt tragen. Die Schilder werden beim Betreten des Bestrahlungsraumes (Ich nenne es mal liebevoll Bunker, denn der Raum ist einfach dicht.) gescannt und eingecheckt und beim Verlassen des Bunkers wieder ausgecheckt. Die Geräte lassen sich nur starten, wenn kein Schild eingecheckt ist. Er meinte, das Einchecken klappt reibungslos und lächelt. Das ist cool und dient dem Mitarbeiterschutz. Es ist sicher ungesund, wenn die Mitarbeiter der Strahlung ausgesetzt werden würden, die ich zur Zeit bekomme. Da hat sich einer Gedanken gemacht.

Jetzt geht’s in den Endspurt mit den Bestrahlungen und vor Weihnachten bin ich komplett durch und mit den Terminen fertig.

achtzehn

Danke für die Gebete, die lieben Grüße und Danke für alles was für mich und uns getan wird.

Es gab heute Sekt. Nicht für mich, die Mitarbeiter hatten einen Grund dafür. Deshalb gab es heute eine Wartezeit von ein paar Minuten, was mich als grundzufriedener Mensch nicht weiter stört, ich habe ja Amazon Prime offline Musik. 😉 Ich habe ja keinen Stress (mehr). Ich durfte dafür ein typisches Wartezimmerspektakel erleben. Meckern. Eine ältere Damen, deren Mann vor dem Krankenhaus im Parkverbot stand, hat sich aufgeregt. Die Dame hat sich nicht wieder eingekriegt und wollte ihre Sitznachbarn direkt zum Schimpfen animieren, mit den Worten: „[..]das war ja klar, wenn die (mit die, sind die Schwestern, Pfleger und das Fachpersonal gemeint) mit Sekt hier rumrennen, dass es da länger dauert. [..] Sehen Sie das auch so, dass sowas nicht geht?“ Ich war nicht ihr Sitznachbar und doch sowas geht und ich finde das völlig OK, wenn die Kollegen etwas zum Anstoßen haben, dann brauche ich doch nicht motzen.

Heute war ich das 18. Mal zur Bestrahlung und es lief alles glatt. Was nach 18 Mal leider immer noch nicht klappt, ist dass auf den Punkt genau hinlegen. Dann wird immer noch an mir rumgezupft, geschoben, gedrückt und gezogen. Das Ausrichten ist nämlich auch der eigentliche Grund für das Handtuch. Da kann man die Person sehr leicht hin- und herschieben. Ich kann ja noch 7 Mal üben, vielleicht klappt es dann beim letzten Mal. Das wichtigste ist, ich bin größtenteils schmerzfrei und genieße das sehr und danke Gott dafür, denn seit Juni war ich mit Schmerzen belastet. Das ist echt verrückt wie schnell man vergisst, wie Schmerzen sind. Selbst jetzt kann ich nicht mehr sagen, wie die Schmerzen von Juni bis ende November sich angefühlt haben. Woran liegt das, ich bin ja kein Mediziner? Ich finde dieses Vergessen ist ganz schön toll.

Jetzt gibts außerdem eine Chronik für den Krebs und ich habe eine neue Seite über mich verfasst, damit Fremde (mir unbekannte) Leser den Grund für diesen Blog kennen.

Testpatient

Danke für alle Gebete und jede guten Ratschlag. Heute war ich bis etwa 15Uhr soweit schmerzfrei, dass ich keine Schmerzmittel nehmen musste. Das ist ziemlich cool gewesen und ein echter Segen. Sonst geht es mir eigentlich gut.

Bei diesem 10. Termin musste ich etwa anderthalb Stunden auf die Bestrahlung warten. Als ich ankam, kam die MTRA auf mich zu und sagte mir, dass die Geräte ausgefallen sind. Sie sagte, der Techniker braucht etwa eine Stunde um einschätzen zu können, ob die Geräte heute noch einmal laufen. Ein ausgefallener Bestrahlungstermin wird aber in jedem Fall nachgeholt. Ich sollte mich zwischen den Optionen nach Hause gehen und angerufen werden oder warten entscheiden. Ich habe die zweite Option gewählt und gewartet und für den Techniker gebetet, denn Techniker sind auch nur Menschen, wenn auch ziemlich coole.

Was soll ich sagen, 10 Minuten später oder drei weitere Musiktitel aus dem Radio kam eine ziemlich glücklich lächelnde MTRA zu mir und sagte mir, dass der Techniker das Problem wahrscheinlich gefunden hat (Warum sie zu mir kam, weiß ich nicht). Weiter hat Sie gesagt, dass noch ein Testlauf gemacht werden muss und ein Strahlenphysiker das ganze beurteilt bevor weiter bestrahlt werden kann. Ich war der erste Patient nach der Wartung. 🙂 Bei meiner Bestrahlung stand das komplette Personal und die Techniker um den PC herum. Hat alles geklappt. Ich glaube da an einen Zusammenhang zwischen Gebet und Lösung.

Lass Jahwe dich führen! / Vertraue ihm, dann handelt er.
Psalmen 37:5 NBH

Gott um Hilfe zu bitten ist der beste Weg aus Problemen und Nöten.

Ach ja, es war ein defektes Kabel, welches einen Wackelkontakt hatte und das System sicherheitshalber abgeschaltete.

Ein Handtuch

Danke für Gebete und jede andere Unterstützung.

Ein Handtuch musst Du jetzt immer dabei haben.

Das wurde mir gestern sogar dreimal gesagt. Zweimal vor der Bestrahlung und danach auch noch einmal. Trotzdem musste ich heute umdrehen, weil ich mein Handtuch vergessen hatte. …

Die heutige Bestrahlungssitzung habe ich das erste Mal bewusst mitgemacht, gestern war ich wahrscheinlich einfach nur von den Geräten und den Abläufen beeindruckt. Aber heute habe ich alles mitbekommen und es war eine deutliche Wärmeentwicklung auf der Haut der bestrahlten Stelle zu spüren und die angedrohte angekündigte Nebenwirkung trat auch voll ein. Müdigkeit und das nicht zu knapp. Wenn das aber die einzige Nebenwirkung ist, kann ich doch dankbar sein.

Die MTA hat sich nach der Bestrahlung einfach Mal die Zeit genommen und hat mir das ganze Gerät erklärt. Jetzt weiß ich auch endlich, wie das Teil funktioniert, was mich da jeden Tag mit Strahlen beschießt. Das fand ich cool.

Soweit geht’s mir gut, nur die dauerhaften Schmerzen sind schon anstrengend aber wenn alles so weiter läuft, wie in den letzen 2 Tagen, dann kann und darf ich dankbar sein.

25 mal Protonen bitte

Zu allererst möchte ich euch wieder danken, für die Gebete, die Gedanken und jedes Gespräch. Es ist immer wieder schön mit euch zu reden.

Heute morgen war der erste Bestrahlungstermin. Beim ersten Mal war noch ein Arzt mit dabei, um die endgültige Position des Röntgengerätes zu prüfen. „Ab morgen werden die Bestrahlungen durch unser MTA-Team betreut.“ Sagte mir der Arzt. Die Bestrahlung selbst tat schon ganz schön weh. Ich meine nicht die Strahlen, sondern ich liege auf einem Brett und da drückt das ganze Gewicht auf den Tumor.
Und so lief alles ab. Zuerst wurde ich exakt so hingelegt, wie bei der Vermessung, um Anschließend die Vermessung wiederholen zu können und um die errechneten Bestrahlungsdetails (mit Mathe und Physik) am Bestrahlungsrechner einstellen zu können. Ich bin wieder neu erstaunt, was die Medizin in Kombination mit der Physik und natürlich der Informatik 😉 (die wie immer alles zusammenführt) alles kann. Es ist mit dem Tisch des Linac-E (mein Bestrahlungsgerät) möglich eine millimetergenaue Ausrichtung einzustellen. Ganz schön krass, wenn der Tisch sich wie von selbst bewegt, um Strahlung genau ins Zentrum des Tumors zu bringen. Ich wurde mit 45Gy bestrahlt und das waren Protonen. Was genau 45Gy sind weiß ich nicht. Jetzt könnte man meinen, mensch die Leute haben es echt drauf. Das haben sie ganz gewiss, aber trotzdem wacht über all den Apparaten, Mitarbeitern und selbst über der ausgesendeten Röntgenstrahlung Gott und er hält seine starke Hand darüber. Und das ist wirklich krass. Da kann ich immer nur danke Gott sagen.

Und nun, unser Gott, danken wir dir und preisen deinen herrlichen Namen.
1. Chronik 29, 13

Ich bin so froh, dass es jetzt losgeht, denn der Orthopäde hat gesagt, dass die Schmerzen recht bald nachlassen.

Ich habe jetzt den Plan für die restlichen 24 Bestrahlungen am Süßigkeitenschrank hängen. Ja, wir haben einen eigenen Schrank für Süßigkeiten :-). Na und, dafür steht unser Tee nicht im Schrank. Ich weiß jedenfalls, wann ich genau welchen Termin habe und der letzte Termin ist kurz vor Weihnachten. Leider ist der Besuch auf dem Striezelmarkt 2017 meinerseits nicht machbar. Naja vielleicht wird der Striezelmarkt 2018 ja was.

Soweit mal das neuste von mir. Schmerzen sind da, aber mit Schmerzmitteln ist es ertragbar.

P.S.: Ich wünsche allen heutigen Geburtstagskindern Gottes reichen Segen zum Geburtstag und alles Gute im neuen Lebensjahr.