Frühsport

Danke! Für alle Gebete, und jedes mutmachende Wort, jede WhatsApp, denen guten Ratschlag und jedes aufbauende Gespräch. Das tut so gut!

Vorgestern und gestern wurde mir eine Zwangspause verordnet. Ich hatte vorgestern wahnsinnige Schmerzen im linken Knie. Angefangen hat es beim Ergometertraining um 07:00Uhr. Zuerst habe dann mal die zu erreichende Wattzahl auf das Minimum von 40 Watt runtergeregelt und bin mit rentnerhaften 40 U/min durch den Raum gestrampelt. Es war hart zu sehen, dass der Opa nebenan mich müde belächelt und fest in die Pedale tritt. Bitter…, man fühlt sich so alt, wenn der Körper nicht mehr mitmacht. Egal! Nach 5 Minuten ging nichts mehr und ich habe das Ergometertraining abgebrochen und bin von dannen gehumpelt. Nur eben diesmal mit links ;-).

Zum Glück -und da ist wieder eine göttliche Planung im Spiel- hatte ich im Anschluss direkt eine Behandlung beim Physiotherapeuten. Der hat mich das erste Mal repariert. Dem habe ich von dem Knie und den Schmerzen berichtet und er hat mich gefragt: „Wie viel Watt waren es denn?“ 120 mit maximal 140U/min. Darauf meinte er so, es kann ja theoretisch möglich sein, dass Sie ihr Knie überlastet haben. Aufgrund meiner Momentanen Fitness, schließe ich das aber kategorisch aus. Ich bin Stahlhart. Hashtag #FitwieeinTurnschuh 🙂

Im Rahmen meiner „Pause“ habe ich mich mit Handarbeit beschäftigt und tolle Dinge genäht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so einen Schiss vor der Nähmaschine habe, obwohl das eigentlich ganz gut ging, auch mit meiner Behinderung. War echt lustig. Reha ist auch dazu da, sich seinen Ängsten zu stellen.

Jedenfalls habe ich dann heute wieder leicht begonnen. Es war 07:00Uhr Frühsport. Bei -1 Grad. Das war am Anfang ganz schön kalt, aber unser Turbotrainer hat uns gut aufwärmen lassen und dann ging’s zum Walking mit einem Treppenlauf auf einer Wendeltreppe. Der Stahl ist ganz schön glatt. Etwas aus der Puste oben angekommen ging’s gleich weiter durch den Park zu einem Gradierwerk und dann wieder zurück Richtung Klinik. Das alles vor dem Frühstück.

Jetzt ist erstmal bis 10:00Uhr Pause und ich sitze in der Sonne und genieße Gottes herrliche Natur, durch die Glasscheibe. Danach ist Rückenstabilisierende Gymnastik beim gleichen Trainer angesagt. Irgendwann denkt er vielleicht, ich Stalke ihn. Aber der Turbotrainer ist mir sportlich und menschlich zum Vorbild geworden und das weiß er.

Ich glaube es ist wirklich wichtig gute Vorbilder im Leben zu haben, denn daran kann man sich orientieren und sich selbst messen. An einen Vorbild kann man sich auch korrigieren, wenn man muss. Sollte man selbst Vorbild sein, ist die Verantwortung extrem hoch und man muss echt auf alles achten, denn man wird beobachtet. Und oft weiß man es nicht, dass man Vorbild ist.

Viel wichtiger als das Vorbild für das Leben hier, ist es aber Jesus Christus als Vorbild für das ewige Leben zu haben. Man kann auf ihn schauen.

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang / werde gelobt der Name Jahwes!
Psalmen 113:3 NBH

Zirkeltraining ist keine Geometrie

Ich möchte mich zuerst einmal für alle Gebete, Nachrichten, Anrufe und Grüße auch während der Zeit in der Reha bedanken. 🙂

Nachdem am Karfreitag hier (ganz normal) Behandlungen stattgefunden haben, bin ich also für das Bewegungsbad um 10Uhr eingeplant gewesen. Ich finde das höchst effektiv und relativ anstrengend. Unser Turbotrainer kommt dabei aber auch schon mal mit einem Lächeln in Schwimmhalle und fragt: „Habt ihr euch schön warm gemacht? Nein, also dann nehmen wir uns an der Hand und bilden einen Kreis im Becken und laufen in eine Richtung los. Am besten so schnell dass in der Mitte ein Strudel entsteht.“ Er freut sich sichtlich, wenn wir es tatsächlich probieren und dabei wie angestochen durchs Becken zu rennen versuchen.

Wir machen dabei echt anstrengende Übungen gegen den Wasserdruck. Natürlich ist man im Wasser leichter, aber das ausgestreckte Bein aus dem Wasser zu heben, wenn man bis zur Brust im selbigen steht ist hart. Absaufen ist da vorprogrammiert, denn der Gleichgewichtssinn wird durch das Wasser nicht verbessert, bei mir zumindest nicht. Arme und Beine Kreisen und Strecksprung aus dem Wasser oder der „Tanz mit der Poolnudel“ sind unsere Übungen.

Da ich ja nun für die 10:00Uhr-Einheit geplant war, gab es eine Terminkollision mit dem Gottesdienstbeginn in der feg Bad Rappenau zum dem ich gerne gehen wollte. So bin ich zu unserem Trainer und Bademeister gegangen und habe ihm meinen Plan erläutert eine Stunde früher zum Bewegungsbad zu gehen. Er war einverstanden, da er an dem Tag sowieso jedes Training betreut. Was ich überhört hatte war, dass die 09:00Uhr Einheit „Bewegungsbad für Frauen nach Brust-OP“ hieß. Die Quote war 25:1.

Nach dem Gottesdienst und dem Mittagessen habe ich mich zu einer Einheit Pro Fit Fitnesstraining hinreißen lassen. Gleicher Trainer, gleiches Lächeln und der Satz: „Sie kennen Zirkeltraining wahrscheinlich nur aus der Schule. Ich erkläre es Ihnen.“ Ich habe vermutet, dass es sich um ein leichtes Bewegungstraining am Nachmittag vom Karfreitag handelt und wir etwas am Terraband oder so üben. Zirkeltraining ist zum schwitzen da. 8 Stationen, Terraband, Hanteln, Gehegeturnen, Peziball, Stepper, Bodenübungen, Medizinball und Gleichgewichtsübungen. Zuerst waren es 30 Sekunden pro Station mit 30 Sekunden Pause und das war eine Runde zum Aufwärmen. Anschließend waren es 45 Sekunden Pro Station mit 30 Sekunden Pause. Ganz ähnlich wie beim Stuhltanz zum Kindergeburtstag, solange die Musik läuft Sport machen und dann wechseln. es war extrem anstrengend aber es hat auch echt Spaß gemacht. Das die Stationen im Kreis aufgebaut werden, ist auch das einzige, was Zirkeltraining mit Geo zu tun hat.

Morgen ist aber Ostersonntag und da ist dann echt frei. Keine Trainings aber Gottesdienst und dann chillen. Am Ostermontag geht’s aber dann direkt wieder los, morgens sportliche Einheiten und Abends dann die „Pflichtveranstaltung“ Musik- und Humortherapie mit CA Dr. Peter Trunzer. Die Suchmaschine gibt dazu einiges an Informationen Preis. Da Herr Dr. Trunzer selbst Krebspatient gewesen ist und damit im Bilde ist, wie sehr sich Menschen verändern, weiß er auch, dass Humor wahrscheinlich auch ein ganzes Stück zur Heilung beiträgt.

Der Themensprung vom Humor zum Kreuz auf Golgatha ist recht schwierig oder unmöglich, deshalb mache ich es eiskalt.

Morgen ist Ostern. An Ostern starb vor gut 2000 Jahren der Herr Jesus Christus -Gottes einziger Sohn- für unsere Schuld am Kreuz. Er war komplett unschuldig und wurde trotzdem echt schmerzhaft hingerichtet. Er hat es sogar vorher gewusst und hat selbst seinen eigenen Verräter nicht davon abgehalten. Er ist auch nicht in die neutrale Schweiz geflüchtet oder hat Feuer vom Himmel fallengelassen. Er hat das aus purer Liebe getan, um einen Weg zurück zu Gott zu schaffen, für uns. Hallo? Am Ende war er von allen verlassen. Alle haben ihn verlassen, auch der gerechte Gott selbst. Es gab nur noch wenige Freunde und geheilten Menschen die dann da waren.

Er hätte vom Kreuz heruntersteigen können, hat es aber aus Liebe zu uns nicht getan. Super oder?

Jesus Christus hat die gesamte Schuld der Menschheit und alles andere ans Kreuz getragen und ist dafür gestorben, denn das alte Gesetz sieht vor, dass es ein reines und makelloses Opfer sein musste. Das war ER. Zum Glück ist er wieder auferstanden und ist zu seinem Vater zurückgekehrt. Vorher hat er sich noch seinen Jüngern und Anhängern gezeigt, Gemeinde gegründet, Menschen los geschickt und Christenverfolgung vorausgesagt. Das ist das Fest, was wir Christen an Ostern feiern. Genießt es, es ist ein Privileg für den Menschen zu Gott gehen zurückgehen dürfen, das haben wir uns weder erarbeitet noch verdient.

Denn so hat Gott der Welt seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einzigen Sohn dafür, dass jeder, der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat.
Johannes 3:16 NBH

Lachs

Meine Reha ist in vollem Gange und ich möchte die Gelegenheit nutzen, hier mal wieder etwas zu schreiben. Da ich wieder einmal nicht schlafen kann, nutze ich jetzt die „freiwerdende“ zusätzliche Zeit um hier etwas zu berichten.

Ich möchte nicht, dass es abgedroschen klingt, weil ich mich am Anfang jedes Beitrags für die Gebete bedanke. Es ist nicht selbstverständlich und ich weiß, dass so viele für uns beten und in ihren persönlichen Andachten oder in stillen Zeiten an uns denken. das tut gut und freut uns und mich persönlich sehr. Dankesschön!

Ich habe es schon bei einigen am Telefon bzw. in persönlichen Chats erwähnt, soviel Sport wie ich in den letzten 2 Wochen hier gemacht habe, habe ich im ganzen letzten Jahr nicht gemacht. Im September bzw. Oktober bekam ich die Diagnose Plasmozytom (Link zur Chronik). Mir wurde kurz nach der Diagnose am geraten Sport zu treiben, aber dass habe ich nicht umgesetzt. Im Nachhinein war das ein Fehler.

Ich habe hier erkannt, dass Sport wohl für den Rest meines Lebens ein fester Bestandteil sein wird, auch wenn ich zur Zeit noch ein kleiner Sportmuffel bin. Ich werde jetzt regelmäßig laufen gehen und Gymnastik machen. Der Grundstein dafür ist zumindest mal gelegt.

Zu den Sportangeboten gab es auch psychologische Gesprächsgruppen, in denen Fragen Stressbewältigung und zum Umgang mit psychischen Belastungen einer solchen Diagnose.

Was gibt Ihnen Kraft mit Ihrer Krebsdiagnose fertig zu werden? Ich glaube der Herr Jesus trägt mich hier durch und ich bin mir sicher, dass er mit dieser Krankheit in meinem Leben keine Fehler macht. Zudem gibt es Menschen in Gemeinden und in meiner Familie die mir immer wieder Mut machen nicht aufzugeben.

Es ist schon krass, wenn Du Gott bittest ein Zeugnis für IHN sein zu dürfen und dann gibt er Dir mit dieser Frage eine Steilvorlage und auch den Mut sie zu verwandeln.

Eine Reha hat natürlich auch den sozialen Aspekt. Ich bin mehr oder weniger unter Leidensgefährten und anderen Betroffenen. Ich merke auch, da bin ich nicht alleine und wer mich etwas kennt, weiß ich finde recht schnell Kontakt. Aus diesem Grund habe ich mit einem Teil meiner Gruppe bei einem Kochkurs mitgemacht und habe mich dort einem Lebensmittel gestellt, welches ich vorher nicht gegessen habe. Nicht Linsen!* Lachs in Form eines Lachs-Mango-Aufstrichs, welcher von mir vorbereitet wurde. In einer Reha muss man sich auch seinen Ängsten und Abneigungen stellen.

Rezept für 4 Personen

+200gr Räucherlachs
+1 reife große Mango

Mango vom Kern und von der Schale befreien zusammen mit dem Lachs zerkleinern (pürieren). Fertig! Das ist übelst lecker. 🙂 Ist ja klar, denn ich habe den Aufstrich gemacht. Das war nur ein kleiner Teil des 5-Gänge-Osterbrunchs.

Doch damit ist das soziale Angebot natürlich nicht am Ende. Neben Mal- und Töpferkursen wird jeden mittwochabend ein Linedance-Kurs für Anfänger angeboten. Früher habe immer gedacht Linedance ist was für bekloppte. Ich bin dabei. Der Linedance ist ein Einzeltanz und hat ziemlich viele Schritte. Tanzen im Allgemeinen braucht ja recht viel Körperbeherrschung und Taktgefühl, was bei mir beides nicht so sehr ausgeprägt ist. Aus diesem Grund bin ich nach dem ersten Tanz mit einer 16-Schritt-Folge auch ausgestiegen. Aber es macht echt viel Spass und ich gehe da wieder hin. Wer sich jetzt nichts darunter vorstellen kann, kann gerne die Suchmaschine seiner Wahl nutzen und Filme dazu angucken. Das sind die mit Westernhüten auf dem Kopf.

Am Karfreitag und Ostermontag finden ganz normale Behandlungen statt. So ist am Ostermontag Musik- und Humortherapie mit Herr CA Dr. Trunzer. Alle Mitarbeiter die man so trifft sagen, das ist ein Muss! Der Chef liest den Osterspaziergang.

Im Kopf bin ich scheinbar immer noch nicht durch mit dem Thema. Irgendwo hängt es noch und ich weiß nicht wo. Ich kann zur Zeit nicht mehr schlafen. Das Bett ist sehr bequem, sportlich bin ich auch gut ausgelastet aber gegen 21:00Uhr bin ich fit, trotz Schlafmittel. Ich hoffe das sich das noch in den Einzelgesprächen lösen lässt, sonst wird der Alltag echt anstrengend. Ich versuche es jetzt nochmal mit schlafen. Ich hoffe sehr darauf, jetzt an Ostern ein bisschen abschalten und alleine sein zu können.

Heute ist Karfreitag und in unseren (noch) christlichen Kreisen gedenken wir dem Tod und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Im Lukasevangelium Kapitel 19 ab Vers 28 und im Kapitel 22 findet man die Begebenheit.

Ich wünsche ein gesegnetes besinnliches und friedliches Osterfest.

Jahwe ist gut, eine sichere Zuflucht in Zeiten der Not. Er kennt die, die Schutz bei ihm suchen.

Nahum 1:7 NBH

*(1. Mose 25, 29-34)

Geduld

Ich habe heute morgen eine (weitere) Untersuchung hinter mich gebracht. Mein Plan war, dass ich danach zu einem persönlichen Gespräch gehe und erfahre, woher die Schmerzen kommen. Wie gesagt, es war mein Plan. Ich fahre jetzt ohne Befund Heim.

Ich möchte mich an dieser Stelle für alle Gebete und Aufmunterungen bedanken.

Jetzt darf ich wieder auf einen Befund warten und mich „entspannt“ zurücklehnen. Es ist wie bei meinen Matheklausuren im Studium, ich habe geliefert und jetzt liegt es in Gottes Hand.

Er rief: „Hört her, ihr Judäer, ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Joschafat! So spricht Jahwe zu euch: ‚Habt keine Angst und erschreckt nicht vor dieser großen Masse! Denn das wird nicht euer Kampf sein, sondern es ist Gottes Sache!
2. Chronik 20:15 NBH

Ich weiß nicht, was raus kommt aber ein positiver Befund wäre echt top. Das warten ist echt blöd, aber besser so, als mit einer übereiligen oder falschen Diagnose wieder zu gehen.

Eben-Eser

Heute war der letzte Tag der Bestrahlung und das bedeutet, dass ich fertig bin. Ich brauche nicht mehr zur Bestrahlung. Die Schmerzen müssten jetzt auch nachlassen. Ich wiege genauso viel, wie zu Beginn der Bestrahlung, obwohl ich zwischendurch mal wieder gut zugelegt hatte und wieder über 90Kg hatte. Jetzt steht wieder eine 8 davor. Aber ich bin mir sicher, über die Feiertage geht das schnell wieder hoch. Ich fühle mich trotz allem recht fit, nehme den Krebs aber nicht auf die leichte Schulter, denn der ist auch immer noch eine tödliche Erkrankung. Das bestätigen die Ärzte, wenn man danach fragt. Zum Glück kenne ich den, der den Tod überwunden hat, persönlich.

Die Ärzte beim MVZ waren sehr erfreut, dass meine Schmerzen soweit schon besser sind und es mir so gut geht. Gott ist groß! Ich denke man sollte alles im Leben mit dem nötigen Ernst betrachten, besonders so etwas gefährliches.

Jetzt möchte ich mal einen großen Dank an alle Beter schicken. Danke! Das Gebet als Waffe zu nutzen ist eine tolle Sache. Meine Familie und ich haben uns immer getragen gefühlt. Danke auch an das Strahlentherapieteam des MVZ. Ihr seid absolut super. Der Rest steht in der Karte an euch. Danke an alle die für uns gekocht, gebacken und uns mit Paketen beschenkt haben. Das war echt cool.

Nachdem Israel (das Volk Gottes) die Bundeslade wieder im Land hatte und sie „verstaut“ war, haben sich die Israeliten wieder gegen Gott gestellt. Dann klagten sie ihr Leid dem Richter Samuel. Er sagte sie sollten alle Götzen aus ihrer Mitte wegbringen und sich an einem bestimmten Ort zum Gebet versammeln. An diesem Ort, wollte Samuel für die Menschen bei Gott einstehen (also beten). Das wiederum hörten die Feinde Israels und zogen gegen diesen Ort und brachten sich in Stellung zum Krieg. Die Israeliten bekamen Angst und sagten dem Richter, er solle weiter für sie zu Gott reden und bitten. Die Feinde Gottes wurden durch das Gebet in die Flucht geschlagen, weil Gott bei Samuel war und sein Gebet erhört hat. Sie kamen auch nicht mehr zurück, so sehr waren sie gezeichnet.
In dieser Situation stellte Samuel einen Stein als Zeichen auf und nannte den Ort Eben-Eser, was soviel bedeutet wie „Bis hierher hat uns Jahwe geholfen.“
Das ganze steht so in der Bibel im Buch 1. Samuel 6-7 im alten Testament (1. Teil der Bibel)
Da ich immer wieder Verse gepostet habe, dachte ich mir, ich schreibe einmal den Hintergrund zu dem Vers, der mir heute wichtig geworden ist.

Zur Erinnerung daran stellte Samuel einen Stein zwischen Mizpa und Schen auf. „Bis hierher hat Jahwe geholfen“, sagte er und nannte ihn Eben-Eser, Stein der Hilfe.
1. Samuel 7:12 NBH

Gott allein hat uns für diese Zeit vorbereitet und uns fit für die Bestrahlung und den Krebs gemacht. Er hat uns auch durchgetragen. Er allein kann mich heilen, wenn er möchte. Er ist bis jetzt hier und wir rechnen auch mit ihm in der Zukunft.

Seit dem Beginn der Bestrahlung am 16.11.2017 habe ich mich nicht mehr rasiert. 🙂 Das wollte ich selbst so, denn die Bestrahlung sollte man auch außen sehen. Und man sieht sie.

Hier mal ein kleiner Vorher-Nacher-Vergleich. Dazwischen liegen 25 Bestrahlungen und 5 Wochen.

Mir wurde gesagt: „Dein Bart sieht unglaublich gut aus Marcus! Er verleiht Dir Verwegenheit, Anmut und Eleganz.[..]“

Der Blog bleibt bis auf Weiteres natürlich bestehen und sollte es etwas zu berichten geben, schreibe ich hier.

22 – es geht doch

Heute war wieder Bestrahlung. Ich möchte mich für die Gebete und jede kleine und große Geste bedanken. Die Schmerzen werden wieder mehr, aber ich weiß sie jetzt zu nehmen. Jammern ist nicht, ich nehme das jetzt so an und bin mir sicher es wird irgendwann besser.

Ich spüre es deutlich ich gehe (mit der Bestrahlung) jetzt ganz schnell auf das Ende zu. Die Bestrahlung zeigt deutliche Erfolge. Es sind jetzt noch drei Bestrahlungstermine. Nach dem letzten Termin findet noch ein abschließendes Arztgespräch statt und ich erhalte Unterlagen für die Weiterbehandlung.

Heute war es soweit. Ich habe mich auf die Liege gelegt und bin 5cm nach oben gerutscht und lag direkt richtig. 😎😎😎 Das war ein cooles Gefühl. Es ging alles gut und ich war wieder sehr schnell fertig.

Unabhängig von allem ein kleines Adventbild.

Der Countdown läuft 4 3 2 1

Die Woche ist geschafft. 🙂 Ich bin glücklich, aber müde. Es war alles in Allem eine gute Woche. Die Erholung setzt zwar noch nicht ein, aber die Schmerzen werden weniger. Heute war der 21. Termin der Bestrahlung und damit bleiben noch vier Termine. Vielleicht bin ich ja nach der Bestrahlung doch komplett schmerzfrei. Doch ich bin mir bewusst, nach der Bestrahlung ist mitten in der Behandlung. Der Schritt für die Nachsorge ist zumindest mal gemacht.

Ich aber schaue aus nach Jahwe, / ich warte auf den Gott meines Heils. / Mein Gott wird mich erhören!
Micha 7:7 NBH

Vielen Dank für die ganzen Gebete, und jeden mutmachenden Vers oder jedes mutmachende Wort. 🙂 Sowas freut mich immer wieder.

Heute lief es wie am Fließband, ganz ohne Wartezeit. Ich bin ins MVZ gekommen und wurde direkt aufgerufen, ohne dass ich meine Jacke ausziehen konnte. Ich war nicht zu spät! Die Mitarbeiter haben eine Kamera, mit der sie den Wartebereich überwachen können.

Heute war wieder eine Röngtenrunde extra und dadurch war es wieder wie in einem Raumschiff. Hier wurden zwei Arme extra ausgefahren und die schwebten wie von Zauberhand um mich herum um die Bilder zu erstellen. Cool! Erst danach wurde erst die heutige Bestrahlung durchgeführt. Es lief ohne Probleme.

Jetzt sind es noch 6 Termine

Heute war wieder Bestrahlung und ich habe es geschafft mich fast richtig hinzulegen. Sonst gibt es nichts besonderes zu berichten.

Ich bedanke mich für alle Gebete, die WhatsApp-, Skype-, und Threema-Nachrichten. Es ist schön zu spüren, wenn man von Anderen mit Gebeten und Gedanken getragen wird. Sowas hilft mir und uns sehr, diese Zeit zu überstehen. Ich weiß Gott ist da und hält mich fest.

Ich weiß ja nicht, was noch kommt, ob die Bestrahlung noch der angenehme Teil der Krebsbehandlung war, oder ob Gott noch eine Chemotherapie mit Knochenmarkspende für mich bereit hält. Darüber mache ich mir jetzt noch keine großartigen Gedanken. Die Schmerzen werden weniger und das ist ein guter Anfang, mein Blutbild und alles drumherum liegt in Gottes Hand. Ich warte jetzt mal auf den nächsten Termin an der medizinischen Klinik in Tübingen.

Musst du durchs Wasser gehen, bin ich bei dir, / und durch reißende Ströme – sie überfluten dich nicht. / Musst du durchs Feuer gehen, / wirst du nicht versengt, / diese Flamme verbrennt dich nicht.
Jesaja 43:2 NBH

Schritt für Schritt bis zum Ende oder zur Heilung je nachdem.

achtzehn

Danke für die Gebete, die lieben Grüße und Danke für alles was für mich und uns getan wird.

Es gab heute Sekt. Nicht für mich, die Mitarbeiter hatten einen Grund dafür. Deshalb gab es heute eine Wartezeit von ein paar Minuten, was mich als grundzufriedener Mensch nicht weiter stört, ich habe ja Amazon Prime offline Musik. 😉 Ich habe ja keinen Stress (mehr). Ich durfte dafür ein typisches Wartezimmerspektakel erleben. Meckern. Eine ältere Damen, deren Mann vor dem Krankenhaus im Parkverbot stand, hat sich aufgeregt. Die Dame hat sich nicht wieder eingekriegt und wollte ihre Sitznachbarn direkt zum Schimpfen animieren, mit den Worten: „[..]das war ja klar, wenn die (mit die, sind die Schwestern, Pfleger und das Fachpersonal gemeint) mit Sekt hier rumrennen, dass es da länger dauert. [..] Sehen Sie das auch so, dass sowas nicht geht?“ Ich war nicht ihr Sitznachbar und doch sowas geht und ich finde das völlig OK, wenn die Kollegen etwas zum Anstoßen haben, dann brauche ich doch nicht motzen.

Heute war ich das 18. Mal zur Bestrahlung und es lief alles glatt. Was nach 18 Mal leider immer noch nicht klappt, ist dass auf den Punkt genau hinlegen. Dann wird immer noch an mir rumgezupft, geschoben, gedrückt und gezogen. Das Ausrichten ist nämlich auch der eigentliche Grund für das Handtuch. Da kann man die Person sehr leicht hin- und herschieben. Ich kann ja noch 7 Mal üben, vielleicht klappt es dann beim letzten Mal. Das wichtigste ist, ich bin größtenteils schmerzfrei und genieße das sehr und danke Gott dafür, denn seit Juni war ich mit Schmerzen belastet. Das ist echt verrückt wie schnell man vergisst, wie Schmerzen sind. Selbst jetzt kann ich nicht mehr sagen, wie die Schmerzen von Juni bis ende November sich angefühlt haben. Woran liegt das, ich bin ja kein Mediziner? Ich finde dieses Vergessen ist ganz schön toll.

Jetzt gibts außerdem eine Chronik für den Krebs und ich habe eine neue Seite über mich verfasst, damit Fremde (mir unbekannte) Leser den Grund für diesen Blog kennen.

Neun

Preist Jahwe! Denn er ist gut / und seine Gnade hört niemals auf.
1. Chronik 16:34 NBH

Neun Mal war ich jetzt zur Bestrahlung, und sage wieder Danke für Gebete und Unterstützung.

Und ich habe jetzt wieder Hunger… Der Arzt weiß nicht, weshalb das so ist, aber er hört es öfters, dass Patienten danach hungrig werden. Soweit geht’s mir aber gut und ich habe die gleichen Nebenwirkungen wie gestern.

Heute hat das Krankenhaus einige Chemotherapien beendet und die Patienten zur Bestrahlung geschickt, deshalb hatte ich eine gute Stunde Wartezeit. Aber das ist nicht weiter schlimm. Es ist ja warm und es regnet nicht rein.