die 4. Bestrahlung ist vorbei

Zuerst einmal vielen Dank für die mutmachenden Worte und die Gebete. Damit fange ich immer gerne an, weil es mir wichtig ist.

Heute gegen 17:20Uhr war ich wieder im medizinischen Versorgungszentrum Esslingen (MVZ). Es war heute der erste „kurze“ Termin. Kurz bedeutet, dass es erstmals kein Kontroll-CT gab. Dementsprechend kurz wird dieser Beitrag werden.

Ich war nach 15 Minuten wieder raus aus der Umkleidekabine. Ich habe schon beim auf den Tischsetzen gemerkt, dass weniger Schmerzen da sind. Es gab deutlich weniger Druckschmerzen und das ist ein Grund für Dankbarkeit. Ich vermute jetzt mal als Laie, dass es damit zusammenhängt, dass der Tumor bereits kleiner geworden ist. Gott sei Dank!
Ich habe auch keine Nebenwirkung, außer die Müdigkeit. Ich gönne mir jetzt deutlich mehr Ruhe als früher. Kurz zusammengefasst: Es gibt keine Nebenwirkungen und ich fühle mich heute allgemein besser. Ob die aktuelle schmerzfreiheit über den morgigen Tag hin anhält, weiß ich nicht.

Ich bin ja ein medizinisch Unkundiger, aber in einem Aushang im MVZ gibt es im Pressebereich eine tolle Erklärung, wie das Bestrahlen funktioniert. Ich verlinke das hier einfach mal.

Der aktuelle Stand vom 11.11.2017 – gut gehts nicht

Macht euch keine Sorgen, sondern bringt eure Anliegen im Gebet mit Bitte und Danksagung vor Gott!
Philipperbrief 4 Vers 6

In meinem letzten Beitrag zu dem Befund habe ich garnicht geschrieben wie es mir so geht. Das möchte ich jetzt gern nachholen. Der Titel des Beitrags spricht ja schon etwas für sich. Bis jetzt durfte ich immer schreiben, dass es mir gut geht (trotz Schmerzen), weil es ja auch so war. Seit einigen Tagen ist das aber anders, denn es geht mir nicht mehr gut. Ich möchte nicht jammern, sondern euch auf den aktuellen Stand bringen. Ich bin trotzdem dankbar so wie es jetzt ist. Ich weiß auch nicht, ob ein direkter Zusammenhang zum Krebs besteht, denn ich bin ja kein Arzt.
Ich habe weiterhin starke Schmerzen, die aber jetzt mit den neuen Schmerztropfen langsam besser werden. Ich fühle mich im Allgemeinen nicht mehr so fit, wie früher. Ich bin schneller Müde als früher, und ich habe in den letzten Wochen deutlich Gewicht verloren. Die Ärtzin in Tübingen meint, dass wäre alles ganz normal. Sie haben Krebs und keinen Husten. Was gut ist, mein Appetit ist noch ungebrochen. 🙂 Und das Essen schmeckt mir noch.
An alle, die für uns beten. Danke für eure Gebetsunterstützung bis hierher. Das tut so gut und wir spüren die Unterstützung. Macht bitte weiter!

Ich hoffe sehr, dass sich diese Symptome spätestens nach der Strahlentherapie wieder legen und ich wieder richtig fit werde.

Der Vollständigkeit halber, möchte ich hier noch eine Korrektur vornehmen, die aus einem Missverständnis bei dem letzten Arztgespräch entstanden ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das stationäre Plasmozytome zu einem multiplen Myelom verändert ist nicht mittelmäßig sondern hoch (das steht im Befund). An der engmaschigen Kontrolle alle 3 Monate ändert das erstmal nichts, für die Strahlentherapie ist das wohl interessant. Die müssen mehr aufpassen. Für mich selbst ist das derzeit nicht wirklich von Bedeutung, da ich keinen Einfluss auf das Wachstum, Streuung oder Heilung nehmen kann. Gott hat alles in seiner Hand.

ein sehr guter Befund

Ich habe jetzt die Sprechstunde in der medizinischen Klinik in Tübingen fertig und habe meinen Befundbericht und die CD mit den Daten des letzten MRT hier vor mir liegen. Es gibt Kaffee. Ich weiß jetzt, wie es weitergeht und bin echt sehr glücklich über den Befund. Gott ist so groß, er kann aus allem etwas Gutes machen. Ich bin sehr sehr dankbar für das Wirken Gottes. Danke für eure Gebete, euren Zuspruch und eure Beratungen.

Ich habe ein stationäres Plasmozytom am linken Teil des Kreuzbeins. Das MRT ist sonst komplett unauffällig. Das Blutbild zeigt die Anwesenheit eines bestimmten Proteins. Für eine Ausbreitung des Plasmozytoms zu einem multiplen Myelom (mehrere Tumorherde in anderen Knochenteilen des Skeletts) gibt es eine mittlere Wahrscheinlichkeit, aber auch das liegt letztendlich allein in Gottes Hand. Er weiß was er tut. Er hält die ganze Welt und mich in seiner Hand.

Ich begebe mich am Montag den 13.11.2017 zur Besprechung und Planung der Bestrahlung in die Ambulanz der Onkologie nach Esslingen. Noch so eine Gebetserhörung, denn eine heimatnahe Behandlung ist deutlich einfacher und weniger stressig.

So weit erstmal der aktuelle Stand von mir. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Ein Schritt nach vorne und dann Feierabend

Ich habe das MRT des ganzen Körpers überlebt. Danke für Eure mutmachenden Worte und Eure Gebete. Es hat auch fast nicht wehgetan. Warum fast? Beim letzten der sechs Abschnitte hat sich eine ziemliche Wärmeentwicklung auf der Haut eingestellt, die fast zum Abbruch der Behandlung geführt hat. Jedoch war die Behandlung kurz vor meinem Abbruch fertig. Es gab zum Glück keine Verbrennung. Ich habe der medizisch-technischen-Assistentin dann trotzdem noch davon berichtet. Sie hat’s notiert, wusste aber auch nicht was es sein könnte.

Ich hätte mich gern noch kurz mit dem Radiologen über die Untersuchung unterhalten, aber der hat zu dem Zeitpunkt als ich fertig war, schon seinen Feierabend abgetreten. Ich gönne ihn den. Ich habe jetzt Zeit bis zum 10.11.2017 mir weitere Fragen zu überlegen, denn dann findet die Besprechung zur heutigen Untersuchung statt. Ich darf noch weiter geduldig sein (Juhu). Gott hat einen anderen Zeitplan. Inzwischen macht das Warten auch schon langsam Freude. Nein im Ernst, etwas zügiger, wäre für mich auch schön.

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