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Die letzte Nacht – Abschied

Aufgrund göttlicher Führung hatte ich ein längeres Gespräch mit dem Chefarzt der Rehaklinik.

Es ging dabei unter anderem auch um die immer noch vorhandenen Schmerzen in meinem linken Bein und Becken. Ich werde jetzt aktiv auf die Suche nach einem Physiotherapeuten gehen, denn die Muskulatur ist „sehr fest“ oberhalb des Beckens. Das kann ein Grund für die Schmerzen sein. Ich weiß ja Gott macht keine Fehler und ich wäre echt froh, wenn diese Muskelverspannung der Grund für die Schmerzen ist. Das wäre echt cool. Wenn nicht, dann ist es auch OK, denn ich weiß Gottes Zusage mich zu lieben hängt nicht von meinem Gesundheitszustand ab. Er trägt!

Danke für die Gebete, Nachrichten und Postkarten in den letzten 4 Wochen. Eine guttuende Reha geht zuende. Danke!

Ja, mit dir überrenn ich ein Heer, / mit meinem Gott überspring ich die Mauer.
Psalmen 18:30 NBH

Das Ende ist nahe steht im 1. Brief des Petrus. Das trifft es ziemlich genau, denn bei mir ist heute am Donnerstag, 12.04.2018 Schluss, es geht nach Hause. Gestern war die zweite Gehübung, zum Vergleich am Anfang der Reha waren es 695 Meter und jetzt 790 Meter in 6 Minuten.

Petrus meint aber mit Ende nicht das Rehaende von Marcus, sondern er meint das Ende aller Dinge. Dann muss man sich entscheiden bzw. dann ist es entschieden. Es ist entschieden, wo man die Ewigkeit verbringt. Gut wer vorher Jesus um Vergebung gebeten hat. Wenn nicht. Schlecht! gaaanz schlecht, denn in der Bibel steht dazu folgendes:

Wenn also jemand nicht im Buch des Lebens eingetragen war, wurde er in den Feuersee geworfen.
Offenbarung 20:15 NBH

Ich muss also zu Lebzeiten klar machen, wo hin ich gehöre. Zu Gott oder nicht. Ich möchte jetzt keine Angst machen, aber auch nichts verschweigen. Es wäre toll den Einen oder Anderen Leser im Reich Gottes wiederzusehen. Sonst ist das ein Abschied für immer.

Frühsport

Danke! Für alle Gebete, und jedes mutmachende Wort, jede WhatsApp, denen guten Ratschlag und jedes aufbauende Gespräch. Das tut so gut!

Vorgestern und gestern wurde mir eine Zwangspause verordnet. Ich hatte vorgestern wahnsinnige Schmerzen im linken Knie. Angefangen hat es beim Ergometertraining um 07:00Uhr. Zuerst habe dann mal die zu erreichende Wattzahl auf das Minimum von 40 Watt runtergeregelt und bin mit rentnerhaften 40 U/min durch den Raum gestrampelt. Es war hart zu sehen, dass der Opa nebenan mich müde belächelt und fest in die Pedale tritt. Bitter…, man fühlt sich so alt, wenn der Körper nicht mehr mitmacht. Egal! Nach 5 Minuten ging nichts mehr und ich habe das Ergometertraining abgebrochen und bin von dannen gehumpelt. Nur eben diesmal mit links ;-).

Zum Glück -und da ist wieder eine göttliche Planung im Spiel- hatte ich im Anschluss direkt eine Behandlung beim Physiotherapeuten. Der hat mich das erste Mal repariert. Dem habe ich von dem Knie und den Schmerzen berichtet und er hat mich gefragt: „Wie viel Watt waren es denn?“ 120 mit maximal 140U/min. Darauf meinte er so, es kann ja theoretisch möglich sein, dass Sie ihr Knie überlastet haben. Aufgrund meiner Momentanen Fitness, schließe ich das aber kategorisch aus. Ich bin Stahlhart. Hashtag #FitwieeinTurnschuh 🙂

Im Rahmen meiner „Pause“ habe ich mich mit Handarbeit beschäftigt und tolle Dinge genäht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so einen Schiss vor der Nähmaschine habe, obwohl das eigentlich ganz gut ging, auch mit meiner Behinderung. War echt lustig. Reha ist auch dazu da, sich seinen Ängsten zu stellen.

Jedenfalls habe ich dann heute wieder leicht begonnen. Es war 07:00Uhr Frühsport. Bei -1 Grad. Das war am Anfang ganz schön kalt, aber unser Turbotrainer hat uns gut aufwärmen lassen und dann ging’s zum Walking mit einem Treppenlauf auf einer Wendeltreppe. Der Stahl ist ganz schön glatt. Etwas aus der Puste oben angekommen ging’s gleich weiter durch den Park zu einem Gradierwerk und dann wieder zurück Richtung Klinik. Das alles vor dem Frühstück.

Jetzt ist erstmal bis 10:00Uhr Pause und ich sitze in der Sonne und genieße Gottes herrliche Natur, durch die Glasscheibe. Danach ist Rückenstabilisierende Gymnastik beim gleichen Trainer angesagt. Irgendwann denkt er vielleicht, ich Stalke ihn. Aber der Turbotrainer ist mir sportlich und menschlich zum Vorbild geworden und das weiß er.

Ich glaube es ist wirklich wichtig gute Vorbilder im Leben zu haben, denn daran kann man sich orientieren und sich selbst messen. An einen Vorbild kann man sich auch korrigieren, wenn man muss. Sollte man selbst Vorbild sein, ist die Verantwortung extrem hoch und man muss echt auf alles achten, denn man wird beobachtet. Und oft weiß man es nicht, dass man Vorbild ist.

Viel wichtiger als das Vorbild für das Leben hier, ist es aber Jesus Christus als Vorbild für das ewige Leben zu haben. Man kann auf ihn schauen.

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang / werde gelobt der Name Jahwes!
Psalmen 113:3 NBH

Musik- und Humortherapie

Mit meinen Beiträgen könnte man denken, dass es hier teilweise sehr lustig zu geht. Das tut es definitiv! Es soll aber nicht der Eindruck entstehen, dass es eine Spaßveranstaltung ist. Es ist eine Reha und ich bin dankbar dafür, dass ich hier sein darf und jetzt sogar noch länger bleibe.

Danke für alle eure Gebete und Anrufe und Post die ich hier erhalten durfte. Das weiß ich echt sehr zu schätzen.

Auch wenn es keine Spaßveranstaltung ist, klappt es menschlich doch super. Das liegt daran, dass wir alle offen mit den Erkrankungen umgehen, uns gegenseitig helfen und vorallem Zeit miteinander verbringen und zuhören, so dass es keinem langweilig wird. Es ist aber so, da wir alle irgendwie krank sind, gibt es kaum die Möglichkeit irgendetwas lustiges oder spaßiges zu machen. Wir sitzen in lockerer Runde zusammen und reden über früher. *ironie aus*. Unser Humor ist ehrlich, lustig, manchmal heftig, aber nie unter dem Niveau.

Am Ostermontag war die lange angekündigte Musik- und Humortherapie von Herr Dr. Peter Trunzer. Die Veranstaltung war in 2 Teile aufgeteilt. Im ersten Teil, gab es was für den Kopf mit Themen wie Atomausstieg oder Tschernobyl. Dieser Teil wurde gelockert mit Gedichten und Lieder einer längst vergangen Zeit (Ein Bett im Kornfeld beispielsweise). Der Herr Dr. Trunzer rezitiert Goethes Osterspaziergang aus Faust. Das hat er gut gemacht. Etwas mehr Anspruch als Ein Bett im Kornfeld

Das Video darf ich mit freundlicher Erlaubnis von Dr. Trunzer veröffentlichen.
Der zweite Teil war echt lustiges Kabarett, und es durfte gelacht. Herr Dr. Trunzer hat sich mit dem Thema Krebs lange beschäftigt, denn er war selbst Hodenkrebs erkrankt und hat die ganze medizinische Maschine von der Patientenseite aus erlebt und das mitten in seinem eigenen Studium. Ob die Abwesenheit von Betreuung und Ablenkung bei der Chemotherapie oder Rehabilitationsmaßnahmen der Grund für ihn war, als singender Chefarzt auf Tour zu gehen, weiß ich nicht. Es ist auch egal, denn es tat gut und es hat mich tatsächlich etwas vom Krebs abgelenkt.

Es ist nämlich zur Zeit auch so, dass ich die Schmerzmittel wieder mehr brauche, da es ohne grad nicht mehr so richtig geht. Ich bin in Gottes Armen in Sicherheit, auch wenn der Kopf natürlich sein eigenes Ding macht, denn eigentlich sollte ich schmerzfrei werden. Ich bin hier in sehr guten Händen und die TENS Geräte wirken auch super, zusammen mit Massagen und den Schmerzmitteln.

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und unter Lasten stöhnt! Ich werde euch ausruhen lassen.
Matthäus 11:28 NBH

Der Vers ist mir heute neu wichtig geworden, und den möchte ich weitergeben. Etwas aus dem Zusammenhang gerissen, aber Jesus erklärt (mir) hier, in den Versen davor und danach, dass er alle Macht hat. Er kennt Gott und Gott kennt ihn, besser als kein anderer. Doch auch der Vers danach ist hart, denn wir sollen von Jesus lernen und ihm nachfolgen, dann findet unser Leben Erfüllung, denn Jesus will letztendlich, dass es uns gut geht. Er möchte mit uns Gemeinschaft sowohl hier auf der Erde, als auch nach dem Sterben. Das ist schon krass, was Jesus hier in drei oder vier Versen für mutmachende Worte sagt. Jesus ist der Chef(arzt) und er wird mich ausruhen lassen. Vielleicht werde ich ja wieder gesund und kann hier schon richtig ausruhen. Vielleicht auch nicht. Das alles und noch viel mehr, weiß Gott und ich kann mich einreihen in die Herde. Er ist der gute Hirte.