Tag 3 der Bestrahlung

Danke für die Gebete und jedes mutmachende Wort.

Heute war die dritte Behandlung mit den Strahlen. Kurz vor 18:00Uhr ging’s los und ich habe während der ganzen Zeit ein göttliche Ruhe empfunden. Ich habe ziemlich starke Nebenwirkungen.

Jetzt ist mir übel und ich bin müde. Außerdem tut die bestrahlte Stelle auch noch ordentlich weh. In solchen Situationen fällt mir das Danken echt viel schwerer, aber ich weiß Gott trägt mich trotz meines Gejammer, oder gerade deswegen… Ich hoffe jetzt auf das Wort des Orthopäden aus Tübingen, der mir sagte, nach drei oder vier Behandlungen werden die Schmerzen spürbar weniger.

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und unter Lasten stöhnt! Ich werde euch ausruhen lassen.
Matthäus 11:28 NBH
https://bible.com/bible/877/mat.11.28.nbh

Danke nochmals für die Gebete!

Nachtrag zu meinem letzten Beitrag. Mein Handtuch.

Ein Handtuch

Danke für Gebete und jede andere Unterstützung.

Ein Handtuch musst Du jetzt immer dabei haben.

Das wurde mir gestern sogar dreimal gesagt. Zweimal vor der Bestrahlung und danach auch noch einmal. Trotzdem musste ich heute umdrehen, weil ich mein Handtuch vergessen hatte. …

Die heutige Bestrahlungssitzung habe ich das erste Mal bewusst mitgemacht, gestern war ich wahrscheinlich einfach nur von den Geräten und den Abläufen beeindruckt. Aber heute habe ich alles mitbekommen und es war eine deutliche Wärmeentwicklung auf der Haut der bestrahlten Stelle zu spüren und die angedrohte angekündigte Nebenwirkung trat auch voll ein. Müdigkeit und das nicht zu knapp. Wenn das aber die einzige Nebenwirkung ist, kann ich doch dankbar sein.

Die MTA hat sich nach der Bestrahlung einfach Mal die Zeit genommen und hat mir das ganze Gerät erklärt. Jetzt weiß ich auch endlich, wie das Teil funktioniert, was mich da jeden Tag mit Strahlen beschießt. Das fand ich cool.

Soweit geht’s mir gut, nur die dauerhaften Schmerzen sind schon anstrengend aber wenn alles so weiter läuft, wie in den letzen 2 Tagen, dann kann und darf ich dankbar sein.

Der aktuelle Stand vom 11.11.2017 – gut gehts nicht

Macht euch keine Sorgen, sondern bringt eure Anliegen im Gebet mit Bitte und Danksagung vor Gott!
Philipperbrief 4 Vers 6

In meinem letzten Beitrag zu dem Befund habe ich garnicht geschrieben wie es mir so geht. Das möchte ich jetzt gern nachholen. Der Titel des Beitrags spricht ja schon etwas für sich. Bis jetzt durfte ich immer schreiben, dass es mir gut geht (trotz Schmerzen), weil es ja auch so war. Seit einigen Tagen ist das aber anders, denn es geht mir nicht mehr gut. Ich möchte nicht jammern, sondern euch auf den aktuellen Stand bringen. Ich bin trotzdem dankbar so wie es jetzt ist. Ich weiß auch nicht, ob ein direkter Zusammenhang zum Krebs besteht, denn ich bin ja kein Arzt.
Ich habe weiterhin starke Schmerzen, die aber jetzt mit den neuen Schmerztropfen langsam besser werden. Ich fühle mich im Allgemeinen nicht mehr so fit, wie früher. Ich bin schneller Müde als früher, und ich habe in den letzten Wochen deutlich Gewicht verloren. Die Ärtzin in Tübingen meint, dass wäre alles ganz normal. Sie haben Krebs und keinen Husten. Was gut ist, mein Appetit ist noch ungebrochen. 🙂 Und das Essen schmeckt mir noch.
An alle, die für uns beten. Danke für eure Gebetsunterstützung bis hierher. Das tut so gut und wir spüren die Unterstützung. Macht bitte weiter!

Ich hoffe sehr, dass sich diese Symptome spätestens nach der Strahlentherapie wieder legen und ich wieder richtig fit werde.

Der Vollständigkeit halber, möchte ich hier noch eine Korrektur vornehmen, die aus einem Missverständnis bei dem letzten Arztgespräch entstanden ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das stationäre Plasmozytome zu einem multiplen Myelom verändert ist nicht mittelmäßig sondern hoch (das steht im Befund). An der engmaschigen Kontrolle alle 3 Monate ändert das erstmal nichts, für die Strahlentherapie ist das wohl interessant. Die müssen mehr aufpassen. Für mich selbst ist das derzeit nicht wirklich von Bedeutung, da ich keinen Einfluss auf das Wachstum, Streuung oder Heilung nehmen kann. Gott hat alles in seiner Hand.

ein sehr guter Befund

Ich habe jetzt die Sprechstunde in der medizinischen Klinik in Tübingen fertig und habe meinen Befundbericht und die CD mit den Daten des letzten MRT hier vor mir liegen. Es gibt Kaffee. Ich weiß jetzt, wie es weitergeht und bin echt sehr glücklich über den Befund. Gott ist so groß, er kann aus allem etwas Gutes machen. Ich bin sehr sehr dankbar für das Wirken Gottes. Danke für eure Gebete, euren Zuspruch und eure Beratungen.

Ich habe ein stationäres Plasmozytom am linken Teil des Kreuzbeins. Das MRT ist sonst komplett unauffällig. Das Blutbild zeigt die Anwesenheit eines bestimmten Proteins. Für eine Ausbreitung des Plasmozytoms zu einem multiplen Myelom (mehrere Tumorherde in anderen Knochenteilen des Skeletts) gibt es eine mittlere Wahrscheinlichkeit, aber auch das liegt letztendlich allein in Gottes Hand. Er weiß was er tut. Er hält die ganze Welt und mich in seiner Hand.

Ich begebe mich am Montag den 13.11.2017 zur Besprechung und Planung der Bestrahlung in die Ambulanz der Onkologie nach Esslingen. Noch so eine Gebetserhörung, denn eine heimatnahe Behandlung ist deutlich einfacher und weniger stressig.

So weit erstmal der aktuelle Stand von mir. Ich halte euch auf dem Laufenden.

diese Schmerzen

Ich habe seit drei Tagen deutlich mehr Schmerzen, trotz Schmerzmittel. Ob das mit dem Tumor/Krebs zu tun hat, oder ob das andere Ursachen hat, weiß ich nicht. Ich bin ja kein Arzt. Was ich weiß ist, dass mit dem Beginn der Bestrahlung die Schmerzen weniger werden, wenn es Schmerzen sind, die wegen dem Tumor da sind. Das ist eine Aussage des Tumorchirugen von Tübingen. Darauf freue ich mich.

Ich habe keine Ahnung von Gottes Plan. Das muss ich auch nicht haben, denn ich bin mir sicher, dass Gott keine Fehler macht und im größten Stress und den größten irdischen Sorgen eine Konstante in meinem Leben ist. Ich habe auch keine Angst, was jetzt werden wird, denn ich habe es nicht mehr in der Hand.

Du hast mich schon gesehen, als ich noch ein Embryo war. / Und in dein Buch waren sie alle geschrieben, / die Tage, die schon gebildet waren, / noch ehe der erste begann.

Psalmen 139:16 NBH

http://bible.com/877/psa.139.16.NBH

Ich wünsche allen Gottest Segen und einen schönen Abend.

Der aktuelle Stand vom 27.10.2017

Vorab einmal ganz kurz. Ich habe meinen Weg mit diesem Blog noch nicht 100% gefunden. Auch an der Optik werde ich noch feilen, das schwarz sieht aus wie eine Seite für einen Nachruf. Das muss weg, denn ich lebe. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich schreibe und veröffentliche. Eins steht fest, ich werde hier keine medizinischen Details oder irgendwelche Namen nennen, denn ich bin kein Mediziner und es geht niemanden etwas an.

Heute möchte ich euch das erste Mal im Blog an meiner Krebserkrankung teilhaben lassen.

Es geht mir zur Zeit recht gut. Ich habe echt weniger Rückenschmerzen seit ich die Tabletten regelmäßig nehme, ich fühle mich auch relativ fit. Ich bin etwas erkältet, aber das geht sicherlich vielen so, in dieser Jahreszeit. Also alles gut bei mir. Ich schlafe in letzter Zeit etwas schlechter, aber ich bin tagsüber trotzdem recht fit. Manchmal gibt es sogar Momente, da fühle ich mich nicht mal krank.

Das Plasmozytom sitzt an meinem Kreuzbein. Es gibt zur Zeit (Stand 27.10.2017) noch ein paar offene Fragen, die geklärt werden müssen, bis ein endgültiger Behandlungsplan festgeschrieben werden kann. Um diese Fragen zu klären, werde ich weitere Untersuchungen mitmachen. Zur Zeit ist alles noch sehr wage. Es gibt nur eines, was „hochwahrscheinlich“ ist, dass ist die Strahlentherapie, die sich wohl nicht vermeiden lässt.

Alles in allem bin ich absolut sicher im Gott der Bibel und bei ihm geborgen. DANKE für eure Gebete! Betet bitte weiter um Weisheit für die Ärzte, und Kraft zum durchhalten. Ich weiß, Gott hält seine schützende Hand über mir und schenkt mir Mut, für kommende Behandlungen. Ich bin gespannt, was noch alles auf mich zukommt. Ich weiß er macht keine Fehler und hat einen Weg für mich vorbereitet.