Geduld

Ich habe heute morgen eine (weitere) Untersuchung hinter mich gebracht. Mein Plan war, dass ich danach zu einem persönlichen Gespräch gehe und erfahre, woher die Schmerzen kommen. Wie gesagt, es war mein Plan. Ich fahre jetzt ohne Befund Heim.

Ich möchte mich an dieser Stelle für alle Gebete und Aufmunterungen bedanken.

Jetzt darf ich wieder auf einen Befund warten und mich „entspannt“ zurücklehnen. Es ist wie bei meinen Matheklausuren im Studium, ich habe geliefert und jetzt liegt es in Gottes Hand.

Er rief: „Hört her, ihr Judäer, ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Joschafat! So spricht Jahwe zu euch: ‚Habt keine Angst und erschreckt nicht vor dieser großen Masse! Denn das wird nicht euer Kampf sein, sondern es ist Gottes Sache!
2. Chronik 20:15 NBH

Ich weiß nicht, was raus kommt aber ein positiver Befund wäre echt top. Das warten ist echt blöd, aber besser so, als mit einer übereiligen oder falschen Diagnose wieder zu gehen.

Auf der Zielgeraden

Heute war wieder Bestrahlung und es dauerte wieder etwas länger, da heute wieder das Raumschiff abgehoben ist (ich wurde geröntgt). Ich habe mich gefühlt wir Captain Kirk auf der Krankenstation der Enterprise.

Vielen Dank für die Gebete und jede Nachricht sowie jedes kurze Gespräch und jeden Brief 😉

Die Schmerzen sind mit Schmerzmitteln erträglich. Der Arzt meint, es ist normal, dass jetzt vereinzelt noch Schmerzen da sind.

Ja, Gott – sein Weg ist tadellos, / Jahwes Wort ist unverfälscht. / Ein Schild ist er für alle, / die Schutz bei ihm suchen.
Psalmen 18:31 NBH

Morgen geht’s zum Finale. Danach ist dann erstmal Schluss.

Noch nicht ganz fertig

Heute war wieder Bestrahlung und ich war wieder sehr schnell fertig. Die Schmerzen sind mit Schmerzmittel jetzt erträglich geworden.

Vielen lieben Dank für jede Nachricht und alle Gebete. Die Zeit der Bestrahlung neigt sich dem Ende entgegen und ich weiß nicht wann und wo überall für mich und uns gebetet wurde. Ich habe sie zumindest deutlich gespürt. Gott ist groß und weiß um alles was mich betrifft. Es ist bei mir immer noch spannend. Ich freue mich auf das Ende und auf den Nachsorgetermin in 3 Monaten.

Doch ich, ich rufe zu Gott, / und Jahwe wird mir helfen.
Psalmen 55:17 NBH

Morgen geht’s dann zum das vorletzten Mal zur Bestrahlung. Ob diese ganze Strahlentherapie wirklich etwas gebracht hat, zeigt sich erst später. Mir wurde mehrfach gesagt, dass in 3 Monaten eine Veränderung zu sehen sein müsste. Erst muss das tote Tumorgewebe vom Körper (also von mir) verarbeitet werden, und komplett weg sein. Wobei komplett ein ziemlich harter Begriff ist. Es muss eine Narbe zurückbleiben. Von außen ist eine Narbe von der Biopsie zu sehen. Die innere Narbe werde ich wohl nicht zu sehen bekommen.

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68% der gesamten Bestrahlung sind geschafft. Toll oder? Ich bin größtenteils schmerzfrei und kann mich auch wieder besser bewegen. Es wirkt also! Vielen Dank für jede Unterstützung bis hierher. Danke für die Gebete, für Threema-, Signal- oder WhatsApp-Nachrichten oder für jeden Anruf. Danke auch für die leckere Verpflegung 🙂 .

Übrigens meine ich, dass die Leiden der jetzigen Zeit im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns sichtbar werden wird, überhaupt nicht ins Gewicht fallen. Römer 8:18 NBH

Wieder ein Vers der mir beim Lesen neu Mut gemacht hat, die ganze Krebsbehandlung so durchzustehen. Leicht ist das nicht und hin und wieder denke ich auch: „Wofür ist das Ganze wohl gut?“ Diese Frage werde ich erst beantwortet bekommen, wenn ich meinem Schöpfer gegenüber stehe. Bis es soweit ist mache ich alles „einfach“ mit, auch wenn es schon irgendwie nervt. Ich kann den Worten von Jürgen Werth nur zustimmen. Es gab bis jetzt wenige Situationen in denen ich Gott sehr nahe war (meist zur Bekanntgabe der Ergebnisse meiner Matheklausuren). So nah wie jetzt, war ich Gott noch nie und ich kann sagen, es ist ein ziemlich gutes Gefühl. Ich habe jetzt einen -für mich radikalen- Schritt getan und habe beruflich erstmal die Handbremse voll angezogen. Jetzt muss ich erstmal wieder fit werden, und zu Kräften kommen. Das positive daran ist, es ist viel weniger Stress, denn ich habe gemerkt, bei Stress und Belastung kommen die Schmerzen recht schnell wieder. Ich mache jetzt Mal ganz langsam

bergauf und bergab am 15.

Vielen Dank für das ganze Essen, was wir in letzter Zeit und demnächst genießen dürfen. Gemeinde ist so toll. Danke auch für Gebete und jedes Gespräch.

Heute ist der 15. Termin dran und ich schreibe schon vorher. Ich darf heute eine Stunde früher dran sein, weil mich heute eine megamäßige Migräne plagt und ich gern einfach im Bett im dunklen Schlafzimmer bleiben möchte. Jeder der Migräne kennt, weiß wovon ich rede. Für die Anderen, mir ist übel mit Erbrechen und Kopfschmerzen von einem anderen Stern. Deshalb schieben die meinen Termin. Das finde ich cool, also das der Termin geschoben werden, nicht die Migräne.

Es geht aber auch bergauf, denn ich nehme wieder gut zu.

Nikolaus am 14.

Vielen Dank für so viel Ermutigung, für die Post(nicht die Rechnungen), für Gebete und für die leckere Pasta mit Bolognese.

Heute ist der 14. Termin meiner Strahlentherapie und ich war außerplanmäßig morgens dran, da der Techniker eine notwendige Wartung durchführen muss. Sonst lief alles gut. Und der Nikolaus war auch da:-)

Doch die auf Jahwe hoffen, gewinnen neue Kraft. / Flügel wachsen ihnen wie den Adlern. / Sie laufen und werden nicht müde, / sie gehen und werden nicht matt.
Jesaja 40:31 NBH

Mit dem Blick auf die Schmerzen geht es mir weiterhin deutlich besser. Ich weiß, Gott trägt mich da durch, egal was noch kommt. Jetzt muss ich meine Erkältung richtig auskurieren. Heißes Ingwerwasser mit 🍯 und 🍋 ist jetzt meine Medizin, neben Halstabletten. 😉

Termin Nummer 12

Denn ich bin Jahwe, dein Gott. / Ich fasse dich bei der Hand und sage zu dir: / Fürchte dich nicht! Ich selbst, ich helfe dir!
Jesaja 41:13 NBH

Zuerst möchte ich mich für alle Gebete und jeden guten Ratschlag und jedes Gespräch bedanken.

Dann ist mir vorhin ein technisches Malheur passiert, denn ich habe einen Artikel ungeplant veröffentlicht. Entschuldigung bitte.

Den obigen Vers hatte ich heute morgen auf meinem Handy und er macht mir wieder neu Mut. Warum wieder neu, na weil ich gestern Abend nach einem „kurzen“ Telefonat etwas länger über meine Krankheit nachgedacht habe.

Nüchtern betrachtet ist die aktuelle Situation echt nicht gut. Krebs und Schmerzen (wenn auch weniger) und Gewichtsverlust und einem Blutbild, welches auffällig ist für eine hohe Wahrscheinlichkeit für weitere Metastasen.

Würde ich jetzt Panik kriegen, wäre wahrscheinlich auch niemand überrascht oder böse. Aber ich habe keine Panik(mehr) und auch keine Angst(mehr).

Klar mache ich mir Gedanken und regele alle Sachen, die ich regeln sollte (Behindertenbescheinigung, Kur, Arbeitgeberangelegenheiten oder richtige Ernährung….). Wenn ich dann so intensiv drüber nachdenke, komme ich schon Mal ins Grübeln, ob ich das alles packe. Meist ist der Grund, dass ich alles selber schaffen möchte. Dann wird mir übel und es geht mir richtig mies. So war es gestern Abend. Umso mehr freut mich dieser Tagesvers aus der Youversion-Bibelapp.

Heute war wieder Bestrahlung und ich konnte berichten, dass ich jetzt weniger Schmerzen habe und es mir allgemein besser geht. Das hat auch die MTRAs gefreut, die mich dort betreuen.

Eine positive Nachricht

Es ist zwar schon spät, aber diese gute Nachricht muss ich einfach berichten.

Ich war gestern (Samstag, 02.12.2017) den ganzen Tag schmerzfrei. Gott sei Dank, und das meine ich wirklich so.

Vielen Dank für alle Gebete, Gespräche und mutmachenden Nachrichten bis hier her.

Ich wünsche einen schönen und gesegneten Sonntag.

Testpatient

Danke für alle Gebete und jede guten Ratschlag. Heute war ich bis etwa 15Uhr soweit schmerzfrei, dass ich keine Schmerzmittel nehmen musste. Das ist ziemlich cool gewesen und ein echter Segen. Sonst geht es mir eigentlich gut.

Bei diesem 10. Termin musste ich etwa anderthalb Stunden auf die Bestrahlung warten. Als ich ankam, kam die MTRA auf mich zu und sagte mir, dass die Geräte ausgefallen sind. Sie sagte, der Techniker braucht etwa eine Stunde um einschätzen zu können, ob die Geräte heute noch einmal laufen. Ein ausgefallener Bestrahlungstermin wird aber in jedem Fall nachgeholt. Ich sollte mich zwischen den Optionen nach Hause gehen und angerufen werden oder warten entscheiden. Ich habe die zweite Option gewählt und gewartet und für den Techniker gebetet, denn Techniker sind auch nur Menschen, wenn auch ziemlich coole.

Was soll ich sagen, 10 Minuten später oder drei weitere Musiktitel aus dem Radio kam eine ziemlich glücklich lächelnde MTRA zu mir und sagte mir, dass der Techniker das Problem wahrscheinlich gefunden hat (Warum sie zu mir kam, weiß ich nicht). Weiter hat Sie gesagt, dass noch ein Testlauf gemacht werden muss und ein Strahlenphysiker das ganze beurteilt bevor weiter bestrahlt werden kann. Ich war der erste Patient nach der Wartung. 🙂 Bei meiner Bestrahlung stand das komplette Personal und die Techniker um den PC herum. Hat alles geklappt. Ich glaube da an einen Zusammenhang zwischen Gebet und Lösung.

Lass Jahwe dich führen! / Vertraue ihm, dann handelt er.
Psalmen 37:5 NBH

Gott um Hilfe zu bitten ist der beste Weg aus Problemen und Nöten.

Ach ja, es war ein defektes Kabel, welches einen Wackelkontakt hatte und das System sicherheitshalber abgeschaltete.

die 4. Bestrahlung ist vorbei

Zuerst einmal vielen Dank für die mutmachenden Worte und die Gebete. Damit fange ich immer gerne an, weil es mir wichtig ist.

Heute gegen 17:20Uhr war ich wieder im medizinischen Versorgungszentrum Esslingen (MVZ). Es war heute der erste „kurze“ Termin. Kurz bedeutet, dass es erstmals kein Kontroll-CT gab. Dementsprechend kurz wird dieser Beitrag werden.

Ich war nach 15 Minuten wieder raus aus der Umkleidekabine. Ich habe schon beim auf den Tischsetzen gemerkt, dass weniger Schmerzen da sind. Es gab deutlich weniger Druckschmerzen und das ist ein Grund für Dankbarkeit. Ich vermute jetzt mal als Laie, dass es damit zusammenhängt, dass der Tumor bereits kleiner geworden ist. Gott sei Dank!
Ich habe auch keine Nebenwirkung, außer die Müdigkeit. Ich gönne mir jetzt deutlich mehr Ruhe als früher. Kurz zusammengefasst: Es gibt keine Nebenwirkungen und ich fühle mich heute allgemein besser. Ob die aktuelle schmerzfreiheit über den morgigen Tag hin anhält, weiß ich nicht.

Ich bin ja ein medizinisch Unkundiger, aber in einem Aushang im MVZ gibt es im Pressebereich eine tolle Erklärung, wie das Bestrahlen funktioniert. Ich verlinke das hier einfach mal.