Die nächste Untersuchung entscheidet

Vielen Dank für die mutmachenden Worte und Nachrichten der letzten Zeit. Das tut uns gut. Danke, dass weiterhin für uns gebetet wird.

Ich bin jetzt wieder fit und darf bald wieder ins Büro.

Ich preise dich mit meinem Leben, / erhebe meine Hände zu dir im Gebet. Wie bei einem Fest machst du mich satt und froh. / Mit jubelnden Lippen preise ich dich.
Psalmen 63:5‭-‬6 NBH

Ich bin echt froh, dass es so ist wie es jetzt ist. Natürlich wäre es ohne Krebs auch schön, aber langsam lerne ich damit zu leben.

Ich habe wieder Schmerzen und muss deutlich mehr Schmerzmittel mitnehmen als noch vor ein paar Wochen. Jetzt bin ich richtig dankbar für die Schmerzmittel. Sowas ist jetzt echt goldwert.

An diesem Freitag bin ich außerplanmäßig in Tübingen, um mich deswegen nochmal untersuchen zu lassen. Ich hoffe sehr, dass die Untersuchung etwas ergibt, egal in welche Richtung der Befund dann letztendlich geht. Ich nehme alles aus Gottes Hand und bin gespannt, was er noch mit meiner Familie und mir vor hat.

langsam bergauf

Das Ende der Bestrahlung ist jetzt dreieinhalb Wochen her. Danke für die vielen Gebete, Messenger-Nachrichten, Postkarten, Briefe, Anrufe und das Nachfragen.

Nach dem  Ende der Bestrahlung hat sich mein Gesundheitszustand deutlich verändert. Die Ruhe und die Entspannung der letzten Tage hat echt gut getan, aber die Auszeit war auch wirklich bitter nötig. Die Schmerzen sind zwar noch nicht ganz weg, aber sie sind erträglich geworden, so dass ich nur noch bei Bedarf Schmerzmittel nehmen muss. Das ist ein echter Segen. Vielleicht werde ich bald wieder ganz schmerzfrei sein. Abwarten und vertrauen.

Ich werde aber versuchen am kommenden Montag wieder zu arbeiten. Das schlimmste ist nämlich derzeit mein eigener Kopf und der allgegenwärtige Krebs. Die Gedanken kreisen immer wieder um das gleiche Thema. Krebs hier, Krebs da, Krebs überall. Ich hoffe, dass mir das Arbeiten etwas Ablenkung bringt und ich den Kopf etwas frei bekomme. Das alles und noch viel mehr, liegt in Gottes Hand. Ich darf jetzt ganz ruhig werden und meine Gedanken und Sorgen bei ihm abladen. Er kennt mich besser, als jeder andere. Diese Einstellung und das Bewusstsein muss ich aber jeden Tag wieder neu lernen um nicht in den eigenen Sorgen und Gedanken zu versinken. Ich denke aber alles in allem geht es bergauf.

Im März geht es dann wieder nach Tübingen zur Kontrolle und ggf. zur Weiterbehandlung. Ein Reha zur Regeneration ist auch schon in Planung. Das Jahr bleibt also ziemlich spannend.

Eben-Eser

Heute war der letzte Tag der Bestrahlung und das bedeutet, dass ich fertig bin. Ich brauche nicht mehr zur Bestrahlung. Die Schmerzen müssten jetzt auch nachlassen. Ich wiege genauso viel, wie zu Beginn der Bestrahlung, obwohl ich zwischendurch mal wieder gut zugelegt hatte und wieder über 90Kg hatte. Jetzt steht wieder eine 8 davor. Aber ich bin mir sicher, über die Feiertage geht das schnell wieder hoch. Ich fühle mich trotz allem recht fit, nehme den Krebs aber nicht auf die leichte Schulter, denn der ist auch immer noch eine tödliche Erkrankung. Das bestätigen die Ärzte, wenn man danach fragt. Zum Glück kenne ich den, der den Tod überwunden hat, persönlich.

Die Ärzte beim MVZ waren sehr erfreut, dass meine Schmerzen soweit schon besser sind und es mir so gut geht. Gott ist groß! Ich denke man sollte alles im Leben mit dem nötigen Ernst betrachten, besonders so etwas gefährliches.

Jetzt möchte ich mal einen großen Dank an alle Beter schicken. Danke! Das Gebet als Waffe zu nutzen ist eine tolle Sache. Meine Familie und ich haben uns immer getragen gefühlt. Danke auch an das Strahlentherapieteam des MVZ. Ihr seid absolut super. Der Rest steht in der Karte an euch. Danke an alle die für uns gekocht, gebacken und uns mit Paketen beschenkt haben. Das war echt cool.

Nachdem Israel (das Volk Gottes) die Bundeslade wieder im Land hatte und sie „verstaut“ war, haben sich die Israeliten wieder gegen Gott gestellt. Dann klagten sie ihr Leid dem Richter Samuel. Er sagte sie sollten alle Götzen aus ihrer Mitte wegbringen und sich an einem bestimmten Ort zum Gebet versammeln. An diesem Ort, wollte Samuel für die Menschen bei Gott einstehen (also beten). Das wiederum hörten die Feinde Israels und zogen gegen diesen Ort und brachten sich in Stellung zum Krieg. Die Israeliten bekamen Angst und sagten dem Richter, er solle weiter für sie zu Gott reden und bitten. Die Feinde Gottes wurden durch das Gebet in die Flucht geschlagen, weil Gott bei Samuel war und sein Gebet erhört hat. Sie kamen auch nicht mehr zurück, so sehr waren sie gezeichnet.
In dieser Situation stellte Samuel einen Stein als Zeichen auf und nannte den Ort Eben-Eser, was soviel bedeutet wie „Bis hierher hat uns Jahwe geholfen.“
Das ganze steht so in der Bibel im Buch 1. Samuel 6-7 im alten Testament (1. Teil der Bibel)
Da ich immer wieder Verse gepostet habe, dachte ich mir, ich schreibe einmal den Hintergrund zu dem Vers, der mir heute wichtig geworden ist.

Zur Erinnerung daran stellte Samuel einen Stein zwischen Mizpa und Schen auf. „Bis hierher hat Jahwe geholfen“, sagte er und nannte ihn Eben-Eser, Stein der Hilfe.
1. Samuel 7:12 NBH

Gott allein hat uns für diese Zeit vorbereitet und uns fit für die Bestrahlung und den Krebs gemacht. Er hat uns auch durchgetragen. Er allein kann mich heilen, wenn er möchte. Er ist bis jetzt hier und wir rechnen auch mit ihm in der Zukunft.

Seit dem Beginn der Bestrahlung am 16.11.2017 habe ich mich nicht mehr rasiert. 🙂 Das wollte ich selbst so, denn die Bestrahlung sollte man auch außen sehen. Und man sieht sie.

Hier mal ein kleiner Vorher-Nacher-Vergleich. Dazwischen liegen 25 Bestrahlungen und 5 Wochen.

Mir wurde gesagt: „Dein Bart sieht unglaublich gut aus Marcus! Er verleiht Dir Verwegenheit, Anmut und Eleganz.[..]“

Der Blog bleibt bis auf Weiteres natürlich bestehen und sollte es etwas zu berichten geben, schreibe ich hier.

Noch nicht ganz fertig

Heute war wieder Bestrahlung und ich war wieder sehr schnell fertig. Die Schmerzen sind mit Schmerzmittel jetzt erträglich geworden.

Vielen lieben Dank für jede Nachricht und alle Gebete. Die Zeit der Bestrahlung neigt sich dem Ende entgegen und ich weiß nicht wann und wo überall für mich und uns gebetet wurde. Ich habe sie zumindest deutlich gespürt. Gott ist groß und weiß um alles was mich betrifft. Es ist bei mir immer noch spannend. Ich freue mich auf das Ende und auf den Nachsorgetermin in 3 Monaten.

Doch ich, ich rufe zu Gott, / und Jahwe wird mir helfen.
Psalmen 55:17 NBH

Morgen geht’s dann zum das vorletzten Mal zur Bestrahlung. Ob diese ganze Strahlentherapie wirklich etwas gebracht hat, zeigt sich erst später. Mir wurde mehrfach gesagt, dass in 3 Monaten eine Veränderung zu sehen sein müsste. Erst muss das tote Tumorgewebe vom Körper (also von mir) verarbeitet werden, und komplett weg sein. Wobei komplett ein ziemlich harter Begriff ist. Es muss eine Narbe zurückbleiben. Von außen ist eine Narbe von der Biopsie zu sehen. Die innere Narbe werde ich wohl nicht zu sehen bekommen.

Jetzt sind es noch 6 Termine

Heute war wieder Bestrahlung und ich habe es geschafft mich fast richtig hinzulegen. Sonst gibt es nichts besonderes zu berichten.

Ich bedanke mich für alle Gebete, die WhatsApp-, Skype-, und Threema-Nachrichten. Es ist schön zu spüren, wenn man von Anderen mit Gebeten und Gedanken getragen wird. Sowas hilft mir und uns sehr, diese Zeit zu überstehen. Ich weiß Gott ist da und hält mich fest.

Ich weiß ja nicht, was noch kommt, ob die Bestrahlung noch der angenehme Teil der Krebsbehandlung war, oder ob Gott noch eine Chemotherapie mit Knochenmarkspende für mich bereit hält. Darüber mache ich mir jetzt noch keine großartigen Gedanken. Die Schmerzen werden weniger und das ist ein guter Anfang, mein Blutbild und alles drumherum liegt in Gottes Hand. Ich warte jetzt mal auf den nächsten Termin an der medizinischen Klinik in Tübingen.

Musst du durchs Wasser gehen, bin ich bei dir, / und durch reißende Ströme – sie überfluten dich nicht. / Musst du durchs Feuer gehen, / wirst du nicht versengt, / diese Flamme verbrennt dich nicht.
Jesaja 43:2 NBH

Schritt für Schritt bis zum Ende oder zur Heilung je nachdem.

Nikolaus am 14.

Vielen Dank für so viel Ermutigung, für die Post(nicht die Rechnungen), für Gebete und für die leckere Pasta mit Bolognese.

Heute ist der 14. Termin meiner Strahlentherapie und ich war außerplanmäßig morgens dran, da der Techniker eine notwendige Wartung durchführen muss. Sonst lief alles gut. Und der Nikolaus war auch da:-)

Doch die auf Jahwe hoffen, gewinnen neue Kraft. / Flügel wachsen ihnen wie den Adlern. / Sie laufen und werden nicht müde, / sie gehen und werden nicht matt.
Jesaja 40:31 NBH

Mit dem Blick auf die Schmerzen geht es mir weiterhin deutlich besser. Ich weiß, Gott trägt mich da durch, egal was noch kommt. Jetzt muss ich meine Erkältung richtig auskurieren. Heißes Ingwerwasser mit 🍯 und 🍋 ist jetzt meine Medizin, neben Halstabletten. 😉

Testpatient

Danke für alle Gebete und jede guten Ratschlag. Heute war ich bis etwa 15Uhr soweit schmerzfrei, dass ich keine Schmerzmittel nehmen musste. Das ist ziemlich cool gewesen und ein echter Segen. Sonst geht es mir eigentlich gut.

Bei diesem 10. Termin musste ich etwa anderthalb Stunden auf die Bestrahlung warten. Als ich ankam, kam die MTRA auf mich zu und sagte mir, dass die Geräte ausgefallen sind. Sie sagte, der Techniker braucht etwa eine Stunde um einschätzen zu können, ob die Geräte heute noch einmal laufen. Ein ausgefallener Bestrahlungstermin wird aber in jedem Fall nachgeholt. Ich sollte mich zwischen den Optionen nach Hause gehen und angerufen werden oder warten entscheiden. Ich habe die zweite Option gewählt und gewartet und für den Techniker gebetet, denn Techniker sind auch nur Menschen, wenn auch ziemlich coole.

Was soll ich sagen, 10 Minuten später oder drei weitere Musiktitel aus dem Radio kam eine ziemlich glücklich lächelnde MTRA zu mir und sagte mir, dass der Techniker das Problem wahrscheinlich gefunden hat (Warum sie zu mir kam, weiß ich nicht). Weiter hat Sie gesagt, dass noch ein Testlauf gemacht werden muss und ein Strahlenphysiker das ganze beurteilt bevor weiter bestrahlt werden kann. Ich war der erste Patient nach der Wartung. 🙂 Bei meiner Bestrahlung stand das komplette Personal und die Techniker um den PC herum. Hat alles geklappt. Ich glaube da an einen Zusammenhang zwischen Gebet und Lösung.

Lass Jahwe dich führen! / Vertraue ihm, dann handelt er.
Psalmen 37:5 NBH

Gott um Hilfe zu bitten ist der beste Weg aus Problemen und Nöten.

Ach ja, es war ein defektes Kabel, welches einen Wackelkontakt hatte und das System sicherheitshalber abgeschaltete.

Der aktuelle Stand vom 27.10.2017

Vorab einmal ganz kurz. Ich habe meinen Weg mit diesem Blog noch nicht 100% gefunden. Auch an der Optik werde ich noch feilen, das schwarz sieht aus wie eine Seite für einen Nachruf. Das muss weg, denn ich lebe. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich schreibe und veröffentliche. Eins steht fest, ich werde hier keine medizinischen Details oder irgendwelche Namen nennen, denn ich bin kein Mediziner und es geht niemanden etwas an.

Heute möchte ich euch das erste Mal im Blog an meiner Krebserkrankung teilhaben lassen.

Es geht mir zur Zeit recht gut. Ich habe echt weniger Rückenschmerzen seit ich die Tabletten regelmäßig nehme, ich fühle mich auch relativ fit. Ich bin etwas erkältet, aber das geht sicherlich vielen so, in dieser Jahreszeit. Also alles gut bei mir. Ich schlafe in letzter Zeit etwas schlechter, aber ich bin tagsüber trotzdem recht fit. Manchmal gibt es sogar Momente, da fühle ich mich nicht mal krank.

Das Plasmozytom sitzt an meinem Kreuzbein. Es gibt zur Zeit (Stand 27.10.2017) noch ein paar offene Fragen, die geklärt werden müssen, bis ein endgültiger Behandlungsplan festgeschrieben werden kann. Um diese Fragen zu klären, werde ich weitere Untersuchungen mitmachen. Zur Zeit ist alles noch sehr wage. Es gibt nur eines, was „hochwahrscheinlich“ ist, dass ist die Strahlentherapie, die sich wohl nicht vermeiden lässt.

Alles in allem bin ich absolut sicher im Gott der Bibel und bei ihm geborgen. DANKE für eure Gebete! Betet bitte weiter um Weisheit für die Ärzte, und Kraft zum durchhalten. Ich weiß, Gott hält seine schützende Hand über mir und schenkt mir Mut, für kommende Behandlungen. Ich bin gespannt, was noch alles auf mich zukommt. Ich weiß er macht keine Fehler und hat einen Weg für mich vorbereitet.