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Charité

Vielen Dank für jede mutmachende Nachricht, jedes Telefonat und jede Kurznachricht (SMS, WhatsApp, Telegram, Threema, …)

Selbst wenn ich durch die finstere Schlucht muss, / überfällt mich keine Angst, / denn du bist bei mir. / Dein Wehrstock und dein Hirtenstab , / die machen mir Mut.
Psalmen 23:4 NBH

Heute geht es mir deutlich besser. Ich habe „nur noch“ Kopfschmerzen. Von gestern bis heute hatte ich ein 24h-Langzeit-EKG, was dann zu einem 21h-Langzeit-EKG wurde, weil es zu einer Terminkollision mit meinem Herzultraschall gekommen ist. Das Herzultraschall wurde zuerst von außen durchgeführt. Anschließend durfte ich schlafend ein Ultraschall über die Speiseröhre mitmachen. Bis jetzt haben die Ärzte aber keinen Anhaltspunkt für die Kopfschmerzen und die weiteren Ausfälle gefunden.

Im Nervenwasser war nichts zu finden. Es war nur spannend zu erleben, dass ich mit der Entnahme des Nervenwassers keinerlei Kopfschmerzen mehr hatte. Ich war über einen längeren Zeitraum komplett schmerzfrei. Die Ärzte können sich aber auch das nicht erklären.

Der Zwischenschlag meines Herzens ließ sich bis jetzt nicht wieder beobachten, was auch gut ist. Dazu hat mir ein ein guter Freund eine Nachricht geschrieben die ich so gut finde, dass ich die hier Mal zitieren darf.

„Ein starkes, lebensfrohes Herz ist wie ein guter alter Achtzylinder. Wenn dieser sich einmal durch eine kleine Fehlzündung mit einem kleinen Zwischenbollern regt, merkt man ihm erst das Leben die Liebe und die Leidenschaft an. Und man weiß, dass dieses Herz ewig schlägt, einen all die Jahre treu begleiten wird und jederzeit Freude bereitet.“

Da ist was dran.

Ich weiß ich lebe ewig, egal was hier auf der Erde noch auf mich wartet. Ich bin Gott so dankbar, dass mich bis hier her getragen hat und mir auch weiterhin hilft.

Bis jetzt geht die Diagnose der Ärzte in Richtung einer Migräne, aber genaueres weiß ich erst morgen, denn da werde ich entlassen und bekomme den Analysebericht und die Unterlagen.

Alles Gute zum Geburtstag Chri.

So geht’s mir heute

Jetzt ist der letzte Beitrag schon eine ganze Weile her und weil es immer wieder Freunde gibt, die mich gerne nach meinem Wohlergehen fragen, möchte ich diesen kurzen Beitrag schreiben.

Danke! Danke für jedes Gebet und jede Nachfrage. Es tut gut, wenn jemand mit daran denkt.

Es geht mir wirklich gut. Das letzte Blutbild und das letzte MRT liegen zwar schon eine ganze Zeit hinter mir, aber die Werte sind echt Top gewesen.

Ich genieße jeden Moment meines Lebens ganz bewusst und freue mich sehr darüber, dass ich noch leben darf. Krebs ist grundsätzlich Mal eine tödliche Krankheit und wenn man Plasmozytom einmal googelt, findet man auch Berichte bei denen der Tod deutlich schneller eingetreten ist.

Ich habe mich nach mehr als einem Jahr daran gewöhnt, dass sich meine Ärzte nicht auf eine Prognose festlegen wollen.

Ich kann Sie oder euch als Leser also noch weiter mit meinem Glauben und meinem Krebs in Kontakt bringen um Sie oder euch zu zeigen was Jesus Christus für mich ist.

Denn das Leben heißt für mich Christus und das Sterben Gewinn!
Philipper 1:21 NBH

Sterben und Tod ist vielleicht ein blöder Schluss für einen Blogbeitrag, aber ohne den Herrn Jesus Christus kann ich das alles nicht überstehen.

Auf grüner Weide lässt er mich ruhen, / am stillen Wasser gibt er mir Rast.
Psalmen 23:2 NBH

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Es war wieder soweit

Es ist 18:15Uhr und ich sitze gerade im Zug nach Hause. Heute war ich wieder bei der vierteljährlichen Untersuchung in der Uniklinik in Tübingen. Die Mensa der Uniklinik ist super, dass alleine ist schon ein Grund (Ich weiß ich bin verfressen).

Viele Dank für die ganzen Gebete, die Unterstützung und jedes mutmachende Wort. Heute war ein guter Tag und ich bin froh, dass ich den Termin wieder überstanden habe.

Die Untersuchung und alles drumherum hat mich bis jetzt im Kopf nicht so sehr belastet, nur in der letzten Nacht war ich irgendwie schlaflos. Ich hatte heute zumindest keine Angst und bin absolut guter Dinge, dass die Ergebnisse genauso gut wie beim letzten Mal sind. Es liegt nicht an mir, wenn es doch anders kommt als gehofft. Das ist hier anders als im Studium. Bei jeder Matheklausur habe ich gehofft, doch es kam anders. Bei dem Thema hier bin ich aber definitiv raus. Nicht meine Schuld.

Ganz spontan hat mich meine Ärztin nochmal vor dem Labortermin in ihr Behandlungszimmer gerufen. Sie wollte sich erkundigen, wie es mir so geht und wie die Schmerzen aktuell aussehen. Das fand ich richtig cool, auch wenn ich kurzzeitig echt irritiert war und gedacht habe ich hätte einen Termin verpasst habe.

Meine nächsten Schritten zu einer Schmerztherapeutin zu gehen und damit die professionelle Schmerzbegleitung zu beginnen findet sie richtig und gut. Für alles andere warten wir Mal ab, was die heutigen Labor und MRT Untersuchungen ergeben.

Danach ging es -nach einiger Wartezeit- zum MRT. Notfälle kommen eben vor Krebs….
Heute saß mir im MRT ein Chemotherapie-Patient gegenüber der wohl auch gerade ein MRT machen lassen musste. Als ich den jungen Mann gesehen habe (er war höchstens so alt wie ich) war ich sofort wieder neu dankbar, dass ich jetzt so ‚gesund‘ bin, wie ich bin.

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten! Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen!

Psalm 27:1

Ich bin mir sicher, dass Gott da ist und mich auf dem weiteren Weg trägt. Ich weiß zwar nicht, was das nächste Jahr gesundheitlich bringt aber fürchten muss ich mich überhaupt nicht.

Danke nochmals für eure Unterstützung.

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