Hallo zusammen,
in einem meiner letzten Artikel schrieb ich schon mal über die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland 'Vorratsdatenspeicherung... lasst sie uns vorantreiben - wenn wir zu viel Geld haben -' hieß der Artikel damals. In diesem ging es aber Hauptsächlich darum, dass ich die Vorratsdatenspeicherung nicht so toll finde. Jetzt kündigt die Oppositionsgruppe B90/Die grünen ihren Widerstand gegen den Entwurf an. "Mit dem Papier wollen die Grünen "den Rechtsstaat offensiv verteidigen" und die Bürgerrechte stärken." Ich hoffe der Angriff gegen Wlfgang Schäuble und diese Idee der Vorratsdatenspeicherung ist nicht bloß eine Form des Wahlkampfes für die eigene Partei. Das wäre sehr ungünstig für Grundrechte der deutschen Nation, weil sicher dann ab irgendeinem Punkt dieses Papier zu Altpapier wird, nämlich dann so glaube ich, wenn man in dem Fall die grünen die Wahl für sich entschieden haben.
In dem Papier gibt es auch einen Absatz der mir wirklich zu denken gab, nämlich der in dem die Vorschläge von Wolfgang Schäuble genannt werden. Das sind diese: "Seine Vorschläge reichen von heimlichen Zugriffen auf Computer über die rechtliche Sonderbehandlung von vermeintlichen Staatsfeinden. Er und seine Unions-Fraktionskollegen sinnieren über die gezielte Liquidation von Terroristen oder über die Verwendung von Informationen, die unter Folter zustande kamen." Das finde ich höchst bedenklich, das ein Mann in der deutschen Regierung sitzt, der das ohne jemals selbst Folter erlebt zu haben fordern kann. Das ist aber nicht das Thema jetzt. Ich finde es echt bedenklich, das wir das als Volk sozusagen als Bürger des Landes hinnehmen ohne zu meckern. Ich rege mich über so vieles auf, Umweltverschmutzung, Treibhausgase, Tempolimits. Aber da könnte ein Gesetz in Kraft treten, das es den deutschen Behörden erlaubt Wege zu nutzen die es im Mittelalter gab. Folter ist nicht die Lösung! Klar kann man mit Folter Informationen rauspressen, aber ob diese Informationen nicht einfach nur Lügen sind um der Folter zu entgehen. Die katholische Kirche hat das ja auch gemacht. Und Viele andere auch. warum heute nicht mehr, was früher geklappt hat, klappt heute auch. Ich denke damit sind wir nicht besser als die Terrorzellen aus Osteuropa,Iran oder dem Irak. Zurück zur Vorratsdatenspeicherung
Ich habe ein Praktikum in einem Mobilfunkunternehmen gemacht, da war die Vorratsdatenspeicherung logischerweise auch ein Thema. Da stellt sich zum Beispiel raus, das wenn o2 das macht, riesige Hardwareänderungen anstehen, die dem erhöhten Datenaufkommen standhalten müssen. Ein Punkt war, es muss gespeichert werden, in welcher Richtung die Antenne zum Zeitpunkt deines Telefonates stand. Das bei 5 Mio. Kunden...
kein Kommentar. Oder wenn man seine Freundin oder seinen Freund einfach nur anklingelt. Ganz zu schweigen von dem Overhead beim 'E-Maillogging' wo außer Sender und Empfänger IP (was nicht sehr leicht herausfilterbar ist) noch weitere Daten wie zum Beispiel die Zeit die man benötigt um sich einzologgen. Zusätzlich zur Zeit die die eingeloggt bist. Beim Ausloggen das gleiche. Das sind Gründe, weshalb ich dagegen bin, der gläserne Mensch kommt! Ich fühle mich dann beobachtet wie noch nie, klar könnte man meinen da denkt man nicht jede Minute dran, aber was wäre wenn ich daran denke. Schließlich gibt es ja sowas wie Individual’s right to be let alone Das Recht in Ruhe gelassen zu werden... Ich bin für eine Onlinepetition zu dem Thema. Ich werde die sicher mal anstoßen, dazu werde ich mich noch mit dem Petitionsrecht rumschlagen und dann eine Petition aufsetzen. Ich bin gegen Vorratsdatenspeicherung und Online-Razzien! Denn wenn das kommt, dann kann man bald nicht mehr in Ruhe leben. In Bayern wollen sie ja sogar zum Aufdenken von Straftaten Computer durchsuchen.
Viele Grüße
Marcus Radisch



