achtzehn

Danke für die Gebete, die lieben Grüße und Danke für alles was für mich und uns getan wird.

Es gab heute Sekt. Nicht für mich, die Mitarbeiter hatten einen Grund dafür. Deshalb gab es heute eine Wartezeit von ein paar Minuten, was mich als grundzufriedener Mensch nicht weiter stört, ich habe ja Amazon Prime offline Musik. 😉 Ich habe ja keinen Stress (mehr). Ich durfte dafür ein typisches Wartezimmerspektakel erleben. Meckern. Eine ältere Damen, deren Mann vor dem Krankenhaus im Parkverbot stand, hat sich aufgeregt. Die Dame hat sich nicht wieder eingekriegt und wollte ihre Sitznachbarn direkt zum Schimpfen animieren, mit den Worten: „[..]das war ja klar, wenn die (mit die, sind die Schwestern, Pfleger und das Fachpersonal gemeint) mit Sekt hier rumrennen, dass es da länger dauert. [..] Sehen Sie das auch so, dass sowas nicht geht?“ Ich war nicht ihr Sitznachbar und doch sowas geht und ich finde das völlig OK, wenn die Kollegen etwas zum Anstoßen haben, dann brauche ich doch nicht motzen.

Heute war ich das 18. Mal zur Bestrahlung und es lief alles glatt. Was nach 18 Mal leider immer noch nicht klappt, ist dass auf den Punkt genau hinlegen. Dann wird immer noch an mir rumgezupft, geschoben, gedrückt und gezogen. Das Ausrichten ist nämlich auch der eigentliche Grund für das Handtuch. Da kann man die Person sehr leicht hin- und herschieben. Ich kann ja noch 7 Mal üben, vielleicht klappt es dann beim letzten Mal. Das wichtigste ist, ich bin größtenteils schmerzfrei und genieße das sehr und danke Gott dafür, denn seit Juni war ich mit Schmerzen belastet. Das ist echt verrückt wie schnell man vergisst, wie Schmerzen sind. Selbst jetzt kann ich nicht mehr sagen, wie die Schmerzen von Juni bis ende November sich angefühlt haben. Woran liegt das, ich bin ja kein Mediziner? Ich finde dieses Vergessen ist ganz schön toll.

Jetzt gibts außerdem eine Chronik für den Krebs und ich habe eine neue Seite über mich verfasst, damit Fremde (mir unbekannte) Leser den Grund für diesen Blog kennen.

4 Gedanken zu „achtzehn

  1. Stephanie Jobst

    Hallo du vorbildlicher Patient 😉,
    Feiern gehören zum Arbeitsleben und eben auch ins Krankenhaus…! Toll das du Verständnis zeigst.
    Super Nachrichten…schmerzfrei!! Sekt für dich?
    Ich gönne es dir!
    LG 😘

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    1. Marcus Radisch Beitragsautor

      Jaaaa ich bin vorbildlich, ich möchte ja auch was von denen und nicht umgekehrt. Sekt gerne, aber erst danach. Ich trinke keinen Alkohol bis zum Ende der Bestrahlung. Gruß an alle 😀😘

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  2. Isabel

    Hallo Marcus,
    wie schön das du Verständnis zeigst, ich habe auch mir so eine Gelassenheit angewöhnt und mich mit den anderen zu erfreuen, anstatt sich aufzuregen. (klappt nur oft zuhause nicht –> Frag Sea :-P)
    Gut das der Arzt rechtbehalten hat und die Schmerzen besser werden bzw. verschwinden, je länger die Therapie dauert.
    Schön das es dir mit der Entscheidung im beruflichen kürzer zu treten gut geht, ich glaube der Schritt ist nicht einfach.
    Bald hast du es fürs erste geschafft und dann kannst du Kraft schöpfen und dich erholen!

    Sonnige Grüße zu euch aus Leipzig
    Isa

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    1. Marcus Radisch Beitragsautor

      Hallo Isa,
      Ja es ist durchaus ein positives Zeichen, dass die Schmerzen nachlassen. Jetzt kommen noch ein paar Bestrahlungstermine und mal gucken, vielleicht bin ich Weihnachten komplett beschwerdefrei.
      Gruß Marcus

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