die 4. Bestrahlung ist vorbei

Zuerst einmal vielen Dank für die mutmachenden Worte und die Gebete. Damit fange ich immer gerne an, weil es mir wichtig ist.

Heute gegen 17:20Uhr war ich wieder im medizinischen Versorgungszentrum Esslingen (MVZ). Es war heute der erste „kurze“ Termin. Kurz bedeutet, dass es erstmals kein Kontroll-CT gab. Dementsprechend kurz wird dieser Beitrag werden.

Ich war nach 15 Minuten wieder raus aus der Umkleidekabine. Ich habe schon beim auf den Tischsetzen gemerkt, dass weniger Schmerzen da sind. Es gab deutlich weniger Druckschmerzen und das ist ein Grund für Dankbarkeit. Ich vermute jetzt mal als Laie, dass es damit zusammenhängt, dass der Tumor bereits kleiner geworden ist. Gott sei Dank!
Ich habe auch keine Nebenwirkung, außer die Müdigkeit. Ich gönne mir jetzt deutlich mehr Ruhe als früher. Kurz zusammengefasst: Es gibt keine Nebenwirkungen und ich fühle mich heute allgemein besser. Ob die aktuelle schmerzfreiheit über den morgigen Tag hin anhält, weiß ich nicht.

Ich bin ja ein medizinisch Unkundiger, aber in einem Aushang im MVZ gibt es im Pressebereich eine tolle Erklärung, wie das Bestrahlen funktioniert. Ich verlinke das hier einfach mal.

Tag 3 der Bestrahlung

Danke für die Gebete und jedes mutmachende Wort.

Heute war die dritte Behandlung mit den Strahlen. Kurz vor 18:00Uhr ging’s los und ich habe während der ganzen Zeit ein göttliche Ruhe empfunden. Ich habe ziemlich starke Nebenwirkungen.

Jetzt ist mir übel und ich bin müde. Außerdem tut die bestrahlte Stelle auch noch ordentlich weh. In solchen Situationen fällt mir das Danken echt viel schwerer, aber ich weiß Gott trägt mich trotz meines Gejammer, oder gerade deswegen… Ich hoffe jetzt auf das Wort des Orthopäden aus Tübingen, der mir sagte, nach drei oder vier Behandlungen werden die Schmerzen spürbar weniger.

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und unter Lasten stöhnt! Ich werde euch ausruhen lassen.
Matthäus 11:28 NBH
https://bible.com/bible/877/mat.11.28.nbh

Danke nochmals für die Gebete!

Nachtrag zu meinem letzten Beitrag. Mein Handtuch.

Ein Handtuch

Danke für Gebete und jede andere Unterstützung.

Ein Handtuch musst Du jetzt immer dabei haben.

Das wurde mir gestern sogar dreimal gesagt. Zweimal vor der Bestrahlung und danach auch noch einmal. Trotzdem musste ich heute umdrehen, weil ich mein Handtuch vergessen hatte. …

Die heutige Bestrahlungssitzung habe ich das erste Mal bewusst mitgemacht, gestern war ich wahrscheinlich einfach nur von den Geräten und den Abläufen beeindruckt. Aber heute habe ich alles mitbekommen und es war eine deutliche Wärmeentwicklung auf der Haut der bestrahlten Stelle zu spüren und die angedrohte angekündigte Nebenwirkung trat auch voll ein. Müdigkeit und das nicht zu knapp. Wenn das aber die einzige Nebenwirkung ist, kann ich doch dankbar sein.

Die MTA hat sich nach der Bestrahlung einfach Mal die Zeit genommen und hat mir das ganze Gerät erklärt. Jetzt weiß ich auch endlich, wie das Teil funktioniert, was mich da jeden Tag mit Strahlen beschießt. Das fand ich cool.

Soweit geht’s mir gut, nur die dauerhaften Schmerzen sind schon anstrengend aber wenn alles so weiter läuft, wie in den letzen 2 Tagen, dann kann und darf ich dankbar sein.

25 mal Protonen bitte

Zu allererst möchte ich euch wieder danken, für die Gebete, die Gedanken und jedes Gespräch. Es ist immer wieder schön mit euch zu reden.

Heute morgen war der erste Bestrahlungstermin. Beim ersten Mal war noch ein Arzt mit dabei, um die endgültige Position des Röntgengerätes zu prüfen. „Ab morgen werden die Bestrahlungen durch unser MTA-Team betreut.“ Sagte mir der Arzt. Die Bestrahlung selbst tat schon ganz schön weh. Ich meine nicht die Strahlen, sondern ich liege auf einem Brett und da drückt das ganze Gewicht auf den Tumor.
Und so lief alles ab. Zuerst wurde ich exakt so hingelegt, wie bei der Vermessung, um Anschließend die Vermessung wiederholen zu können und um die errechneten Bestrahlungsdetails (mit Mathe und Physik) am Bestrahlungsrechner einstellen zu können. Ich bin wieder neu erstaunt, was die Medizin in Kombination mit der Physik und natürlich der Informatik 😉 (die wie immer alles zusammenführt) alles kann. Es ist mit dem Tisch des Linac-E (mein Bestrahlungsgerät) möglich eine millimetergenaue Ausrichtung einzustellen. Ganz schön krass, wenn der Tisch sich wie von selbst bewegt, um Strahlung genau ins Zentrum des Tumors zu bringen. Ich wurde mit 45Gy bestrahlt und das waren Protonen. Was genau 45Gy sind weiß ich nicht. Jetzt könnte man meinen, mensch die Leute haben es echt drauf. Das haben sie ganz gewiss, aber trotzdem wacht über all den Apparaten, Mitarbeitern und selbst über der ausgesendeten Röntgenstrahlung Gott und er hält seine starke Hand darüber. Und das ist wirklich krass. Da kann ich immer nur danke Gott sagen.

Und nun, unser Gott, danken wir dir und preisen deinen herrlichen Namen.
1. Chronik 29, 13

Ich bin so froh, dass es jetzt losgeht, denn der Orthopäde hat gesagt, dass die Schmerzen recht bald nachlassen.

Ich habe jetzt den Plan für die restlichen 24 Bestrahlungen am Süßigkeitenschrank hängen. Ja, wir haben einen eigenen Schrank für Süßigkeiten :-). Na und, dafür steht unser Tee nicht im Schrank. Ich weiß jedenfalls, wann ich genau welchen Termin habe und der letzte Termin ist kurz vor Weihnachten. Leider ist der Besuch auf dem Striezelmarkt 2017 meinerseits nicht machbar. Naja vielleicht wird der Striezelmarkt 2018 ja was.

Soweit mal das neuste von mir. Schmerzen sind da, aber mit Schmerzmitteln ist es ertragbar.

P.S.: Ich wünsche allen heutigen Geburtstagskindern Gottes reichen Segen zum Geburtstag und alles Gute im neuen Lebensjahr.

Die Vermessung

Vielen Dank, für eure Fragen, Gebete und mutmachenden Worte. Danke! das tut gut.

Ich bin jetzt der Ursprung eines Koordinatensystems, denn heute wurde ich aufgeklärt, was mit mir während der Behandlung passiert und ich wurde vermessen. Laut der Ärztin sind kaum Nebenwirkungen zu erwarten, und während der Behandlung treten keine Schmerzen auf.  Was mich echt überrascht hat war, dass eine Behandlungsitzung nur 2 Minuten dauern soll.
Auch gut ist, dass ich während der gesamten Behandlung kein Gesundheitsrisiko darstelle. Es geht keine Strahlung von mir aus.
Die Schwester in der Radioonkologie hat mich heute erstmals auf dem Tisch platziert, wo ich demnächst täglich bestrahlt werde. Nebenei hat sie mir erklärt, dass der Raum mit Lasern vermessen ist und ich mit dem Tumor jetzt den Ursprung eines dreidimensionalen Koordinatensystem bilde. Ich bin die Null 🙂 Ich habs ja immer geahnt. Nachdem ich auf dem Tisch positioniert war, hat die Schwester mit Edding Striche auf meinen Körper gemalt. Anschließend hat sie die Stelle vermessen und mit dieser Vermessung geröngt. Beim Thema Vermessung muss ich immer an Hiob denken.

Wo warst du, als ich die Erde gründete? / Sag an, wenn du es weißt! Wer hat ihre Maße bestimmt? Weißt du es? / Wer hat die Messschnur über sie gespannt? Hiob 38,4

Jetzt geht es so weiter, dass Radiologen und Physiker den Bestrahlungsplan und Ausrichtung der Geräte berechnen und testen. Am kommenden Donnerstag wird dann die erste Sitzung unter Anwesenheit eines Arztes stattfinden und danach werde ich regelmäßig bestrahlt. Am Donnerstag wird sich auch zeigen, ob das Ziel Striezelmarkt 2017 noch haltbar ist.

Soweit mal das neuste, an meinem Gesundheitszustand hat sich meinem letzten Artikel leider nicht verändert.

Der aktuelle Stand vom 11.11.2017 – gut gehts nicht

Macht euch keine Sorgen, sondern bringt eure Anliegen im Gebet mit Bitte und Danksagung vor Gott!
Philipperbrief 4 Vers 6

In meinem letzten Beitrag zu dem Befund habe ich garnicht geschrieben wie es mir so geht. Das möchte ich jetzt gern nachholen. Der Titel des Beitrags spricht ja schon etwas für sich. Bis jetzt durfte ich immer schreiben, dass es mir gut geht (trotz Schmerzen), weil es ja auch so war. Seit einigen Tagen ist das aber anders, denn es geht mir nicht mehr gut. Ich möchte nicht jammern, sondern euch auf den aktuellen Stand bringen. Ich bin trotzdem dankbar so wie es jetzt ist. Ich weiß auch nicht, ob ein direkter Zusammenhang zum Krebs besteht, denn ich bin ja kein Arzt.
Ich habe weiterhin starke Schmerzen, die aber jetzt mit den neuen Schmerztropfen langsam besser werden. Ich fühle mich im Allgemeinen nicht mehr so fit, wie früher. Ich bin schneller Müde als früher, und ich habe in den letzten Wochen deutlich Gewicht verloren. Die Ärtzin in Tübingen meint, dass wäre alles ganz normal. Sie haben Krebs und keinen Husten. Was gut ist, mein Appetit ist noch ungebrochen. 🙂 Und das Essen schmeckt mir noch.
An alle, die für uns beten. Danke für eure Gebetsunterstützung bis hierher. Das tut so gut und wir spüren die Unterstützung. Macht bitte weiter!

Ich hoffe sehr, dass sich diese Symptome spätestens nach der Strahlentherapie wieder legen und ich wieder richtig fit werde.

Der Vollständigkeit halber, möchte ich hier noch eine Korrektur vornehmen, die aus einem Missverständnis bei dem letzten Arztgespräch entstanden ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das stationäre Plasmozytome zu einem multiplen Myelom verändert ist nicht mittelmäßig sondern hoch (das steht im Befund). An der engmaschigen Kontrolle alle 3 Monate ändert das erstmal nichts, für die Strahlentherapie ist das wohl interessant. Die müssen mehr aufpassen. Für mich selbst ist das derzeit nicht wirklich von Bedeutung, da ich keinen Einfluss auf das Wachstum, Streuung oder Heilung nehmen kann. Gott hat alles in seiner Hand.

ein sehr guter Befund

Ich habe jetzt die Sprechstunde in der medizinischen Klinik in Tübingen fertig und habe meinen Befundbericht und die CD mit den Daten des letzten MRT hier vor mir liegen. Es gibt Kaffee. Ich weiß jetzt, wie es weitergeht und bin echt sehr glücklich über den Befund. Gott ist so groß, er kann aus allem etwas Gutes machen. Ich bin sehr sehr dankbar für das Wirken Gottes. Danke für eure Gebete, euren Zuspruch und eure Beratungen.

Ich habe ein stationäres Plasmozytom am linken Teil des Kreuzbeins. Das MRT ist sonst komplett unauffällig. Das Blutbild zeigt die Anwesenheit eines bestimmten Proteins. Für eine Ausbreitung des Plasmozytoms zu einem multiplen Myelom (mehrere Tumorherde in anderen Knochenteilen des Skeletts) gibt es eine mittlere Wahrscheinlichkeit, aber auch das liegt letztendlich allein in Gottes Hand. Er weiß was er tut. Er hält die ganze Welt und mich in seiner Hand.

Ich begebe mich am Montag den 13.11.2017 zur Besprechung und Planung der Bestrahlung in die Ambulanz der Onkologie nach Esslingen. Noch so eine Gebetserhörung, denn eine heimatnahe Behandlung ist deutlich einfacher und weniger stressig.

So weit erstmal der aktuelle Stand von mir. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Ein Schritt nach vorne und dann Feierabend

Ich habe das MRT des ganzen Körpers überlebt. Danke für Eure mutmachenden Worte und Eure Gebete. Es hat auch fast nicht wehgetan. Warum fast? Beim letzten der sechs Abschnitte hat sich eine ziemliche Wärmeentwicklung auf der Haut eingestellt, die fast zum Abbruch der Behandlung geführt hat. Jedoch war die Behandlung kurz vor meinem Abbruch fertig. Es gab zum Glück keine Verbrennung. Ich habe der medizisch-technischen-Assistentin dann trotzdem noch davon berichtet. Sie hat’s notiert, wusste aber auch nicht was es sein könnte.

Ich hätte mich gern noch kurz mit dem Radiologen über die Untersuchung unterhalten, aber der hat zu dem Zeitpunkt als ich fertig war, schon seinen Feierabend abgetreten. Ich gönne ihn den. Ich habe jetzt Zeit bis zum 10.11.2017 mir weitere Fragen zu überlegen, denn dann findet die Besprechung zur heutigen Untersuchung statt. Ich darf noch weiter geduldig sein (Juhu). Gott hat einen anderen Zeitplan. Inzwischen macht das Warten auch schon langsam Freude. Nein im Ernst, etwas zügiger, wäre für mich auch schön.

Ach ja: Kommentare sind derzeit für fünf Tage geöffnet, danach ist das Kommentieren bei den Beiträgen nicht mehr möglich.

So geht’s weiter

Als erstes möchte ich einmal mehr Danke sagen. Danke für eure Gebete, eure Anrufe, eure messenger-Nachrichten und natürlich für eure E-Mails und Post. Es geht mir so, als hätte ich Krebs. Ich kann nicht sagen, es geht mir super gut, ich kann auch nicht sagen, es geht mir super schlecht. Ich habe etwas Schmerzen und sonst nichts nennenswertes. Einmal als Info an alle, die es interessiert, wie es jetzt weiter geht.

Am kommenden Mittwoch (08.11.2017) darf ich in der Uniklinik in Tübingen ein MRT durchführen lassen. Sollten dann keine Metastasen in den Knochen gesehen werden und mein Blut und mein Urin so sein,dass es unkritisch ist, wird es hochwahrscheinlich „nur“ eine Strahlentherapie geben. Das entscheidet sich dann am Freitag in der Sprechstunde (10.11.2017).

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende